Eindrücke von Bread&butter, PREMIUM und thekey.to 2010 in Berlin
An dieser Stelle möchten wir mit ein paar Bildern unsere spannenden Eindrücke während der Scoutingtour auf den Messen Bread&butter, PREMIUM und thekey.to teilen.
Originality, heritage and craftsmanship auf der Bread&Butter
Das diesjähirige Motto der Winteredition der Bread&Butter lautete „The Original“. Dementsprechend kam der L.O.C.K. (Labels of Common Kin) Area eine besondere Bedeutung zu. Authentizität und Liebe zum Detail zeichneten die Labels dieser Halle aus.
Karl-Heinz Müller, Gründer und Leiter der Bread&Butter, definiert Craftmanship als den neuen Luxus.
Spannend sind dabei besonders solche Ansätze, bei welchen traditionelle Marken jenseits von Nostalgie neu kontextualisiert werden und auf den gesellschaftlichen Wandel einzahlen.
Premium Blogger Panel 2010 in Berlin
BLOGGER PANEL: FASHION BLOGS – HYPE OR FUTURE? war das Thema des Symposiums am 20. Januar auf der Premium.
Die Netzwerkgesellschaft hat auch das Modebusiness gehörig aufgerüttelt. Mode ist demokratischer geworden, nicht nur hinsichtlich der Pluralität der Stile, sondern auch in den Möglichkeiten, über sie zu berichten. Suzy Menkes, Modekritikerin des Herald Tribune erläutert diese Veränderung sehr gut in diesem kurzen Interviewfilm:
“The world changed when fashion instead of being a monologue, became a conversation. And that’s never going to stop.”
On Fashionblogs from Mary Scherpe on Vimeo.
Erste spannende Fundstücke von unserem Ausflug auf der Berliner Modewoche
Die PREMIUM exhibitions hat in diesem Jahr neben der Seek Area eine spezielle Etage den jungen Berliner Designern gewidmet. Mit dabei war auch Trikoton. Das junge Label verknüpft auf spannende Art und Weise Fashion mit Technologie.
“Wie fühlt es sich an, wenn der Pullover zum Aufnahmemedium der menschlichen Stimme wird? Trikoton übersetzt Stimme in Mode” so das Designer-Team auf seiner Homepage.
Die Pullover, Schals oder Leggings werden zu individuellen Botschaften. Im Netz kann jeder seine eigene Message aufnehmen. Diese wiederum wird in optische Signale auf den Stoffen übersetzt. Am Etikett, findet sich eine versteckter Code, durch den im Netz die aufgenommene Botschaft jederzeit wieder abgespielt werden kann.
Um 3,6 %
sank bei Frauen in Deutschland in den Jahren zwischen 2000 und 2008 das Risiko, irgendwann in ihrem Leben pflegebedürftig zu werden; bei Männern immerhin um ein Prozent. Dass die Gesamtzahl der Pflegebedürftigen im gleichen Zeitraum auf zuletzt 2,4 Millionen angestiegen ist, liegt daran, dass die Anzahl alter Menschen insgesamt deutlich größer geworden ist. In konkreten Zahlen ausgedrückt, muss eine heute 60-jährige Frau mit einer verbleibenden Lebenserwartung von durchschnittlich 24,6 Jahren damit rechnen, rund zweieinhalb Jahre davon auf Pflege angewiesen zu sein; ein 60-jähriger Mann kann davon ausgehen, noch 20,7 Jahre zu leben, wovon er 1,2 Jahre in Pflegebedürftigkeit verbringen muss. Fazit: Das steigende Gesundheitsbewusstsein kann die Zahl der Pflegefälle nur begrenzt abmildern. Bei gleichzeitig verlängerter Lebenserwartung muss davon ausgegangen werden, dass in Zukunft immer mehr Menschen in Deutschland zu den Pflegebedürftigen zählen werden.
Quelle: Pflegereport der Gmünder Ersatzkasse 2009
Herzinfarkt-Gene
Viele Patienten, die später einen Herzinfarkt erleiden, hatten zuvor erhöhte Blutzuckerwerte oder Übergewicht. Allerdings bei weitem nicht alle. Es muss also neben diesen Parametern und einem ungesunden Lebenswandel (mit zum Beispiel Rauchen) noch weitere Risikofaktoren geben, die die Wahrscheinlichkeit für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Insgesamt fünf Studien mit mehr als 10.000 beteiligten Patienten aus zehn Ländern belegen jetzt, dass es auch bestimmte Gene sein können, die das Herzinfarkt-Risiko erhöhen.
Zwischen zehn und 15 genetische Varianten, die das Infarkrisiko beeinflussen, seien nun bekannt, sagt Jeanette Erdmann von der Universität Lübeck, „je nachdem wie eng man die statistischen Kriterien anlegt“. Zudem zeige sich, dass bei Menschen, die mehrere der kritischen Genvarianten in ihrem Erbgut haben, auch das Infarktrisiko entsprechend steigt.
Nun sollen weitere Untersuchungen folgen, um zu klären, wie hoch der Einfluss der Gene im Gegensatz zu den individuellen Risiken durch eine ungesunde Lebensweise eingeschätzt werden muss. Am Ende könnte dann ein Gentest stehen, der jedem Menschen schon in jungen Jahren Aufschluss über sein individuelles Infarktrisiko gibt.
2.087
Krankenhäuser gab es in Deutschland im Jahr 2006; 1991 waren es noch 2.411, das entspricht einem Rückgang von 13,4 Prozent. Die Bettenzahl hat sich im gleichen Zeitraum sogar noch stärker verringert: Waren es 1991 noch 832 Betten gerechnet auf 100.000 Einwohner, sank diese Zahl bis 2006 auf 616 ab (Veränderung: -25,9%). Da sich jedoch ebenfalls zwischen 1991 und 2006 die Fallzahl erheblich veränderte, nämlich um 14,6 Prozent anstieg (1991: 18.224, 2006: 20.883 Fälle im Jahr je 100.000 Einwohner in Deutschland), ist die Misere und die Diskussion um die stationäre Versorgung in Deutschland nur allzu verständlich. Um die gestiegenen Fallzahlen in den geringer gewordenen Betten behandeln zu können, blieb nur das Drehen an der Schraube Verweildauer – und tatsächlich, diese ist im genannten Zeitraum von 14,0 auf durchschnittlich 8,3 Tage gesunken.
Quelle: IGES, Statistisches Bundesamt 2009
Corpus Delicti – Von der Eigentverantwortung zum Gesundheitsterror?
Santé ist das neue Grüß Gott – fürchtet die Schriftstellerin Juli Zeh und entwirft in ihrem jüngsten Roman „Corpus Delicti“ die Utopie einer Gesundheitsdikatatur im Jahr 2057.
Mehr als 50%
aller 50- bis 69-Jährigen leben in Deutschland in ihrem eigenen Haus; 43 Prozent können sich vorstellen, in einer WG zu leben. Nun sind die Stadtplaner und Architekten gefragt: Sobald die Kräfte bei dieser Altersgruppe schwinden müssen entsprechende Wohn- und Betreuungskonzepte her.
Quelle: Neon 11/09
Mit Wäsche gegen Wampen –
der Kampf des Mannes gegen die Schwerkraft
Längst werden ein Fünftel aller schönheitschirurgischen Eingriffe nicht mehr bei der Frau sondern beim Mann durchgeführt. Besonders beliebt bei den Herren der Schöpfung: alles was hebt und strafft. Doppelkinne, Falten, schlaffe Brustmuskeln, dicke Bäuche – wer keine Angst vor dem Eingriff hat und zudem das nötige Kleingeld, kann sich operativ deutlich verjüngen.
Aber auch, wer vor einer Operation zurückschreckt, ist seinem Schicksal nicht bedingungslos ausgesetzt: Die Kosmetikindustrie hat den verschönerungs- und verjüngungswilligen Mann längst als Zielgruppe erkannt, hautstraffende Körperlotionen mit markantem Duft sind zur Selbstverständlichkeit in männlichen Badezimmern geworden.
Nun zieht auch noch die Modebranche nach: Was der Frau der Push-up-BH und das enganliegende Mieder, ist für den Mann die „Flashback Butt Lifting Technology“-Boxershort, eine Unterhose des US-Designers Andrew Christian, der hängende Pobacken wieder nach oben holt. Das kalifornische Label Go Softwear verkündete in der letzten Saison die Einführung des „Waist Eliminators“, einer Art männlicher Bauch-weg-Wäsche; und das New Yorker Luxuskaufhaus Saks Fifth Avenue hat seit Kurzem trimmende Spandex-Unterwäsche im Angebot. Was allerdings gegen den Frust nach dem Ausziehen hilft, verraten die Hersteller nicht.

