Archiv: Juli 2009

51 Prozent

der Bundesbürger glauben, dass sich die vielfältigen gesundheitspolitischen Reformen der letzten Jahre negativ auf ihre persönliche Absicherung im Krankheitsfall auswirken. Sie sind der Meinung, die Versorgung sei schlechter geworden; nur fünf Prozent sehen eine Verbesserung. Allerdings gibt es laut dieser Studie, die im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung in diesem Frühsommer durchgeführt wurde, große Unterschiede zwischen den Einschätzungen der gesetzlich und der privat Versicherten: So bewerten die Privat-Versicherten ihre Absicherung nur zu 33 Prozent negativer als zuvor, bei den Gesetzlich-Versicherten sind es 53 Prozent.

Auch was die weitere Entwicklung ihrer Gesundheitsversorgung angeht, blicken die Deutschen mit Sorgen in die Zukunft: 51 Prozent aller Befragten glauben nicht, dass sich durch den Gesundheitsfonds, das zentrale Element der Gesundheitsreform, ihre Situation verbessern wird. Allerdings hatten 22 Prozent überhaupt noch nie von diesem Fonds gehört; und insgesamt 45 Prozent fühlen sich ganz grundsätzlich nicht ausreichend über die umgesetzten Gesundheitsreformen informiert. Ein Viertel aller Versicherten gehen davon aus, dass ihre Kasse künftig Zusatzbeiträge erheben wird.

Auch das viel gepriesene Hausarztmodell ist noch nicht ins Bewusstsein aller Bundesbürger vorgedrungen: Nur 29 Prozent sind mit der Idee des Hausarztes als erstem Lotsen im Gesundheitswesen vertraut. Zwar ist die Zahl der Teilnehmer an diesen Modellen seit dem letzten Jahr gestiegen (von 19 auf 31 Prozent der gesetzlich Versicherten) – doch bleibt sie auf niedrigem Niveau. 69 Prozent der Teilnehmer an den Hausarztmodellen geben an, an ihrer Versorgung habe sich durch diese Programme nichts geändert.

Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Berlin 2009

01. Juli 2009 von Corinna Langwieser | Kommentieren
Tags: Silver Sex Die Zahl Healthstyle

Peter Wippermann im Interview mit Turi2

Was machen Trendforscher? Wie entwickelt sich die Medienwelt? Und wie funktioniert Trendforschung?

Peter Turi von turi-2.blog.de fragt, Peter Wippermann antwortet:

Link: interview2: Peter Wippermann, Trendbüro.

02. Juli 2009 von p. schenck | Kommentieren
Tags: Clippings Aktuelles

Paare im Alter: Wer streitet, lebt länger

Der Volksmund weiß es schon seit längerem – nun bestätigt es auch die Wissenschaft: Streiten hält die Liebe jung. Und nicht nur diese. Auch als Anti Aging-Maßnahme empfehlen sich die partnerschaftlichen Konflikte.

Nachgewiesen hat das Ernest Harburg, bereits emeritierter Psychologe der University of Michigan. 17 Jahre lang hat der Professor 192 Paare begleitet und dabei ein besonderes Augenmerk auf ihr Konfliktverhalten und ihren Gesundheitszustand gelegt. Mit eindeutigem Ergebnis: Wer mit seinem Partner regelmäßig streitet ist gesünder und lebt länger. In der Gruppe der Menschen, die ihre Wut für sich behielten, traten deutlich mehr Todesfälle auf. Nun will Harburg seine Untersuchung auf einen Beobachtungszeitraum von 30 Jahren ausdehnen. Anscheinend streitet der Forscher selbst gerne – schließlich ist er schon über 80 Jahre alt.

Quelle: University of Michigan, 2009

07. Juli 2009 von Corinna Langwieser | Kommentieren
Tags: Silver Sex Sex Facts

Ein Fünftel

der deutschen Ärzte finden die Bewertungsportale ihrer Zunft im Internet, wie das von der AOK derzeit geplante, gut; ein weiteres Fünftel lehnt sie allerdings ab. Und 60 Prozent der Ärzteschaft steht dieser Form der Bewertung durch die Patienten indifferent gegenüber – so die Erkenntnisse von Ingo Horak, Geschäftsführer des Bewertungsportals DocInsider GmbH. Doch ob nun mit oder ohne ärztliche Zustimmung: Die Zukunft der medizinischen Information liegt im Online-Bereich. Voraussichtlich ab Mitte 2010 wird das Internet hier das Leitmedium sein. Noch sind Zeitungen und Zeitschriften Informationsquelle Nummer eins für die Gesundheitsinteressierten, das hat eine aktuelle Studie der Humboldt-Universität Berlin ergeben. Bewertungen der Ärzte durch die Patienten werden künftig selbstverständlich dazu gehören.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 12. Juni 2009

10. Juli 2009 von Corinna Langwieser | Kommentieren
Tags: Silver Sex Die Zahl Healthstyle

Pragmatische vs. mechanische Intelligenz –
Was die Älteren noch bestens können,
und was sie besser bleiben lassen sollten

Vieles ist zu lesen dieser Tage über die kognitiven Fähigkeiten im Alter, über das Altersbeben als gesamtgesellschaftliche Katatstrophe und das individuelle Damokles-Schwert dementieller Erkrankungen. Dem gegenüber steht die tatsächlich pragmatische Sichtweise des Berliner Entwicklungspsychologen Prof. Ulman Lindenberger vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Er relativiert die großen, im Alter anstehenden Hirnveränderungen, indem er auf zwei gegengesetzte Intelligenz-Komponenten fokussiert: die mechanische und die pragmatische.

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13. Juli 2009 von Corinna Langwieser | Kommentieren
Tags: Silver Sex Old News Healthstyle

32 Rentner

wurden im Jahr 2005 von 100 Erwerbstätigen finanziert. Im Jahr 2025 werden es bereits 43 sein. 2050 sollen es dieser Prognose zu Folge dann 58 Rentner sein, die von 100 Menschen im erwerbsfähigen Alter durch deren Beiträge mit versorgt werden müssen. Die Gründe für diese Entwicklung sind die oft gehörten: Weil die Bundesbürger immer älter werden – die Lebenserwartung von Neugeborenen steigt jährlich um rund 3 Monate an – und weil viele Deutsche auf eigene Kinder verzichten, gerät der Generationenvertrag aus den Fugen.

Quelle: Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels, 2009

Basis: 11. Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes, Variante hohe Fertilität, mittlere Lebenserwartung, hohe Zuwanderung

15. Juli 2009 von Corinna Langwieser | Kommentieren
Tags: silver Sex Die Zahl Old News

Es summt und vibriert – Neue Technik für die Schönheit

„Der Kosmetikmarkt leidet an einer Innovationsschwäche, es gibt nichts wirklich Neues“, konstatiert Prof. Markus Voeth vom Lehrstuhl für Marketing der Universität Hohenheim. Und weiter: „Wenn das der Fall ist, wird die Werbung gar nicht mehr bewusst wahrgenommen“. Dass also könnte der Grund dafür sein, dass die Kommunikation für die jüngste Schönheitsidee nicht im Gedächtnis haften geblieben ist, es gleichwohl aber einen roten Faden gibt, der sich durch die wenigen Neuerungen in der Beautybranche zieht – die Rede ist von der Elektrifizierung ehemals unmotorisierter Produkte.

Da gibt es etwa die Wimperntusche Turbolash von Estée Lauder, deren Minimotor dafür sorgen soll, dass die Farbe noch gleichmäßiger und dichter aufgetragen wird; eine ganze Reihe an handbetriebenen Zahnbürsten wie der Pulsar von Oral B, die jetzt plötzlich auch Vibrieren wie eine elektrische Zahnbürste – und nach Ablauf der empfohlenen 3-Monate-Nutzungsdauer ein neues Recyclingproblem offenbaren – sowie die Gattung der einstigen Nassrasierer wie dem Gilette Fusion, die nun ebenfalls batteriebetriebene Elektrounterstützung bekommen. Ziel des Ganzen: Die Technisierung einstiger Handprodukte sollte deren Wirkweise verbessern und uns den Alltag erleichtern. Hoffentlich klappt es.

22. Juli 2009 von Corinna Langwieser | Kommentieren
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Fast 50%

der heute 20-Jährigen wird bis zum Rentenbeginn mit 68 Jahren berufsunfähig werden. Und auch unter den heute 50-Jährigen ist es beinahe jeder Dritte, der wegen Berufsunfähigkeit vor Vollendung des 64. Lebensjahres aus seinem Job ausscheiden wird – so eine aktuelle Prognose der Deutschen Aktuarvereinigung. Die Versicherungsmathematiker rechnen vor, dass Frauen allerdings weniger vom Schicksal Berufsunfähigkeit betroffen sein werden, da sie seltener in hochriskanten Berufen arbeiten. Besonders prekär ist diese Situation, da sich lediglich zehn Prozent der Deutschen ab 14 Jahren bisher privat gegen Berufsunfähigkeit abgesichert haben, der Staat allerdings für alle ab 1961 Geborenen keine Berufsunfähigkeitsrente mehr zahlt. Diese wurde bereits im Jahr 2001 gestrichen.

Quelle: Deutsche Aktuarvereinigung 2009

23. Juli 2009 von Corinna Langwieser | Kommentieren
Tags: Silver Sex Die Zahl Old News

Generativität – der Sinn für die Zukunft

Menschen ab dem mittleren Lebensalter entwickeln manchmal seltsame Vorlieben: Sie sammeln und malen, gärtnern und archivieren. Und zwar nicht erst nach der Verrentung, wenn sie viel Zeit haben, sondern weit davor. Was dahinter steckt, entlarvt Chefredakteur der „Psychologie Heute“, Heiko Ernst, in seinem jüngsten Buch: Sie entdecken in sich den Sinn für Generativität.

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29. Juli 2009 von Corinna Langwieser | Kommentieren
Tags: Silver Sex Old News

87%

der deutschen Patienten ist es wichtig, bei ihrem Besuch in einer Hausarztpraxis immer durch denselben Mediziner behandelt zu werden. 86 Prozent bevorzugen darüber hinaus eine Hausarztpraxis in der Nähe ihrer Wohnung. 64 Prozent legen Wert auf sichtbare Informationen zum Qualitätsmanagement, und 56 Prozent ist es wichtig, dass in ihrer Hausarztpraxis mehrere Mediziner tätig sind – obschon sie dann eben doch am liebsten von ihrem Arzt behandelt werden möchten. Diese Antworten liefern die Bundesbürger bei einer aktuellen Befragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Deren Verantwortliche wollten herausfinden, was den Patienten – abgesehen von der Fachkompetenz des Arztes – wichtig an ihrem Hausarzt ist.

Quelle: KBV-Versichertenbefragung 2009

30. Juli 2009 von Corinna Langwieser | Kommentieren
Tags: Silver Sex Die Zahl Healthstyle