Archiv: September 2009

Bei 29 Prozent

liegt die Kranken-Quote bei Mitgliedern der gesetzlichen Krankenkassen mit Hochschulabschluss in Deutschland, das hat eine neue Untersuchung der Barmer Ersatzkasse ergeben. Zum Vergleich: Versicherte ohne abgeschlossene Berufsausbildung sind für eine Kranken-Quote von 37 Prozent verantwortlich. Der Anteil “kranker” Mitglieder nimmt mit steigendem Bildungsabschluss deutlich ab, lautet dazu die Erklärung im Berichtsband der Barmer. Unter Menschen mit niedrigem Bildungstand sind der Erhebung zu Folge ein Viertel mehr Kranke als unter Menschen mit höchstem Bildungsstand. Diese seien auch sozial besser gestellt. Und sie leben offensichtlich gesundheitsbewusster, erklären die Verantwortlichen.

Quelle: Untersuchung der Barmer Ersatzkasse August 2009

02. September 2009 von Corinna Langwieser
Tags: Healthstyle Die Zahl

Deutsches Neuro-Doping –
Blockbuster für das Brain-Enhancement

Lange Zeit gab es überhaupt keine Zahlen für den Konsum in Deutschland. Nun ist man bei der DAK mit dem „Gesundheitsreport 2009. Schwerpunktthema Doping am Arbeitsplatz“ vorgeprescht und belegt, dass rund fünf Prozent aller deutschen Arbeitnehmer, also rund 2 Millionen Menschen, schon einmal versucht haben, mit verschreibungspflichtigen Medikamenten ihre Leistung im Job zu verbessern.

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08. September 2009 von Corinna Langwieser | Kommentieren
Tags: Healthstyle

66%

aller deutschen Patienten haben sich schon einmal über einen Arzt geärgert; knapp die Hälfte von ihnen wegen zu langer Wartezeiten in der Arztpraxis. Weitere Gründe für den Unmut über die Mediziner: 34,1 Prozent der Bundesdeutschen ärgerten sich, weil sie sehr lange auf einen Behandlungstermin warten mussten, 22,4 Prozent, weil der Arzt sich ihrer Meinung nach zu wenig Zeit für sie genommen, ihnen nicht zugehört hatte.

11,5 Prozent gaben bei dieser Untersuchung an, der Arzt sei unfreundlich gewesen, 11,2 Prozent ärgerten sich, weil der Arzt nicht die gewohnten Medikamente verschreiben wollte, und 10,3 Prozent fühlten sich nicht ernst genommen, ihre Wünsche nicht ausreichend berücksichtigt.

Nur 5,3 Prozent waren verärgert, weil ihr Arzt sie drängte, Zusatzleistungen auf eigene Kosten zu nutzen, 4,4 Prozent sprachen von Behandlungsfehlern und 2,7 Prozent von einer schwerwiegenden Fehldiagnose.

Zusammengefasst bedeutet dies: Mit der ärztlichen Leistung an sich sind die Patienten in Deutschland in der Regel sehr zufrieden. Unmut gibt es über das Praxismanagement – und immer dann, wenn der Patient sich nicht individuell genug behandelt fühlt. Für die Mediziner, die ihre Arzt-Patienten-Bindung stärken wollen, sind diese Erkenntnisse sicherlich hilfreich.

Quelle: Repräsentative Umfrage der GfK-Marktforschung im Auftrag der Apotheken Umschau 2009

09. September 2009 von Corinna Langwieser | Kommentieren
Tags: Healthstyle Die Zahl

Amora – Eine Ausstellung widmet sich dem gesunden Sex

Dass Sexualität viel mit Gesundheit zu tun hat, ist spätestens seit der Erfindung von Viagra klar. Wie tiefgreifend diese Verbindung aber wirklich ist, erklärt seit kurzem eine Ausstellung im Berliner Erotik-Museum am Bahnhof Zoo.

Hier hat der Beate Uhse Konzern, der sich neuerdings ohnehin auf Paare als Zielgruppe spezialisiert hat, eine Ausstellung gestalten lassen, die Frauen und Männern deutlich macht, dass Sex viel mit Technik und nicht ganz so viel mit Leidenschaft zu tun hat.

Da lässt sich der G-Punkt an elektronischen Puppen ertasten, die gängigen Sexualkrankheiten in allen Einzelheiten kennenlernen und der Zusammenhang zwischer gesunder Ernährung, Nikotin und der Potenz erforschen.

Amora heißt diese Ausstellung, die mit Peepshows nichts – mit Wellness- und Gesundheits-Sex aber viel zu tun hat. Ein Jahr lang soll sie in der Hauptstadt bleiben.

14. September 2009 von Corinna Langwieser | Kommentieren
Tags: Healthstyle Silver Sex

IAA 2009: der Beginn der elektrischen Ära?!

Es grünt so grün, wenn die wichtigsten Automobilhersteller auf der IAA 2009 zusammenkommen. Hybrid, Full-Hybrid, Plug-In-Hybrid, Wasserstoff, Gas, Voll-Elektro… Geht es nach den Herstellern, ist Autofahren heute schon die umweltfreundlichste Sache der Welt. Ganz klar stehen aber trotz allseits präsenter Innovationsaura die klassischen Antriebmodelle noch immer im Mittelpunkt: Hier sind Nachhaltigkeit und Effizienz in aller Munde – sei es als Bekenntnis zum Engagements der Hersteller in Form von Concept Cars oder als konkrete Fahrzeuge, für deren Serienreife sich die Anbieter schon einen Termin gesetzt haben. Seit der letzten IAA im Jahr 2007 hat sich bei der damals vor allem grünen (oder grün gewaschenen) Image-Inszenierung in Sachen Glaubwürdigkeitsvermittlung einiges getan. Der Anspruch, die eigene Effizienz nachweisbar und nachprüfbar zu inszenieren, spiegelt sich in breiter Verbrauchstransparenz nieder. Bei nahezu allen Anbietern kann man die jeweiligen Verbrauchsdaten und CO2-Werte in großen Lettern auf den Türen der Fahrzeuge ablesen.

In Bezug auf Elektrofahrzeuge stellt beispielsweise Renault-Nissan eine ganze Flotte an futuristischen Concept Cars vor und kommuniziert seine Partnerschaft mit Better Place, Anbieter von Infrastrukturlösungen für Elektrofahrzeuge. Gemeinsam wollen sie ab 2011 in Dänemark und Israel Elektro-Automobilität in die Praxis umsetzen und 2016 als „100.000-Cars-Network“ im großen Stil die Regeln der Automobilität neu gestalten. Und so äußerst sich Better Place-Gründer Shai Agassi auch optimistisch: “Today is the beginning of the electric era.” Ebenfalls eine neue Facette von Mobilität bespielt Mercedes mit dem Smart-Projekt Smart2go. Hier werden bereits seit Oktober 2008 in Neu-Ulm eine Mietwagenstaffel an Smarts auf den Weg geschickt, um die Angebote an Mobilität zu revolutionieren. Das Interesse an den Miet-Smarts übertraf die Erwartungen der Anbieter: Das Ziel, nach einem Jahr 8000 Kunden zu haben, wurde schon nach einem halben Jahr übertroffen. Peugeot präsentiert derweil mit dem smart-esken Conceptcar BB1 seine automobilen Ideen für Ballungsräume mit Elektroantrieb.

Jenseits der explizit geäußerten Umweltvernunft gab es selbstverständlich auch die IAA-typischen PS-potenten Highlights: Lamborghini bringt den Reventón nun auch als Roadster, Maserati das Grand Cabrio. Mercedes präsentiert beispielsweise mit dem SLS AMG die geglückte Wiederbelebung des 300 SL.

So bleibt von der IAA 2009 vor allem der Eindruck, dass im Großen und Ganzen das Rad (zumindest diese Saison) zur IAA nicht neu erfunden wurde. Vereinzelt sieht man aber spannende neue Mobilitätskonzepte wie Better Place, Car2go oder Autostrom, die Trendbüro auf jeden Fall weiter verfolgen wird.

16. September 2009 von p. schenck | Kommentieren

42%

aller Erwerbstätigen sind in den vergangenen zwölf Monaten zweimal oder öfter krank zur Arbeit gegangen. Diese Erklärung für die historisch niedrigen Krankenstände liefert aktuell der “Gesundheitsmonitor 2009” der Bertelsmann Stiftung.

“Präsentismus” nennt die Wissenschaft dieses Phänomen der kranken Anwesenheit, das sich positiv auf die Anwesenheitszahlen – aber negativ auf die Produktivität auswirkt. Bei zwei Dritteln der Befragten ist es auf Pflichtgefühl zurückzuführen, wobei Singles stärker davon betroffen sind als Paare und Familien; und sich zudem Angestellte häufiger als Selbständige krank zur Arbeit schleppen.

Die angestellten Mitarbeiter fürchten offenbar, dass andernfalls ihr Job in Gefahr gerät, wenn sie sich zu oft krank schreiben lassen. Führungskräfte, die an dieser Situation ändern möchten, sollten sich um einen “vernünftigen Umgang mit Krankheiten am Arbeitsplatz und ein gutes Betriebsklima” bemühen, betonen die Autoren dieser Untersuchung.

Quelle: Gesundheitsmonitor 2009

18. September 2009 von Corinna Langwieser | Kommentieren
Tags: Healthstyle Die Zahl

Gesund durch die Krise: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Markt und Mortalität?

Theoretisch ist beides vorstellbar: Dass die derzeitige Wirtschaftskrise zu mehr Angst, Stress und Suiziden führt; genauso wie dass die Zwangs-Pause die Menschen ein Stück weit entlastet und entschleunigt. Eine neue Studie aus England setzt dieser Diskussion jetzt ein Ende: Die Menschen leiden mehr als dass sie downshiften, ist deren Ergebnis.

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21. September 2009 von Corinna Langwieser | Kommentieren
Tags: Healthstyle

Cougar Town – Frauen sind wie Pumas

„Mütter vergesst eure Töchter. Versteckt besser eure Söhne“, mit diesem Aufmacher wurde in der „Los Angeles Times“ in diesen Tagen ein neues gesellschaftliches Phänomen kommentiert: Immer mehr Frauen über 35 haben jüngere Partner. In der amerikanischen Umgangssprache heißen solche Frauen „Cougar“, Puma. Auslöser dieser Diskussion ist der Start der neue TV-Serie „Cougar Town“ an diesem Mittwoch auf ABC.

Darin spielt die 45-jährige Courtney Cox einen ebensolchen Cougar: einen weiblichen Puma, nach der Scheidung auf der Suche nach einem jüngeren Mann. Und während nun medial noch über die Moral dieser Konstellation diskutiert wird, bekennt die Darstellerin Cox, verheiratet mit dem 38-jährigen Schauspieler David Arquette, sie finde es „großartig, ein Puma zu sein“.

Ein ganz anderes Problem der menschlichen Puma-Frauen wird indes bislang so gut wie verschwiegen: Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock haben ermittelt, dass Frauen, die einen jüngeren Mann heiraten, eine verkürzte Lebenserwartung aufweisen. Männer mit einer jüngeren Partnerin hingegen leben länger als der Durchschnitt. Sie sind möglicherweise besonders wohlhabend, attraktiv und gesund und leben daher länger, vermuten die Forscher. Warum dies jedoch nicht umgekehrt gilt, bleibt schleierhaft.

Quelle: Der Spiegel 38/2009
Psychologie Heute 10/09

23. September 2009 von Corinna Langwieser | Kommentieren
Tags: Silver Sex Sex Facts Healthstyle

Nur 0,8%

aller Teilnehmer einer Umfrage, bei der es um den tatsächlichen Nutzen von Krebsvorsorgemaßnahmen geht, schätzen den Effekt auf die Sterblichkeit richtig ein. Fast alle Befragten attestieren den Prophylaxe-Möglichkeiten indes eine viel zu hohe Wirkung – das geht aus einer Analyse von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung hervor.

Besonders falsch lagen bei dieser Befragung von mehr als 10.000 Menschen die deutschen Probanden. Gut ein Fünftel von ihnen beziffern etwa den Nutzen des Mammographie Screenings mehr als 50 mal so hoch als er tatsächlich ist. Vor allem Frauen, die sich ihre Informationen vom Arzt holen, überschätzen den Nutzen des Screenings.

Nach eigenem Bekunden möchten die Forscher mit der Veröffentlichung dieser Ergebnisse keine Anti-Vorsorge-Stimmung schüren, wohl aber dazu beitragen, dass Nutzen und Risiken von Prophylaxe-Untersuchungen von den Patienten richtig eingeordnet werden können. Umstritten ist etwa der PSA-Test. Viele Patienten würden nach einem positiven Test zur Früherkennung auf Prostatakarzinome falsch behandelt werden, so der verantwortliche Studienleiter Prof. Gerd Gigerenzer.

Quelle: Max-Planck-Institut für Bildungsforschung 2009

24. September 2009 von Corinna Langwieser | Kommentieren
Tags: Healthstyle Die Zahl

Repräsentative Healthstyle-Studie von Trendbüro in Zusammenarbeit mit Dialago: 88 Prozent der Deutschen investieren in den Erhalt ihrer Gesundheit

88 Prozent der Deutschen investieren in den Erhalt ihrer Gesundheit

Nur 10 Prozent wollen sich gegen Schweinegrippe impfen lassen / Gesundheitsinformationen in Internet werden mit Skepsis begegnet / Repräsentative Befragung zum Thema Healthstyle von Trendbüro und Dialego

Was meinen die Bundesbürger, wenn sie von Gesundheit sprechen? Wovor haben sie in Bezug auf Krankheiten Angst? Wem bringen sie in Gesundheitsfragen das größte Vertrauen entgegen? Und wie wirkt sich der Medienhype rund um die Schweinegrippe auf ihr Vorsorgeverhalten aus?

Trendbüro und das Marktforschungsinstitut Dialego haben zwischen dem 2. und dem 9. September 1.000 Personen zwischen 14 und 69 Jahren in Deutschland repräsentativ zu ihren Einstellungen in Bezug auf das Thema Gesundheit und ihren persönlich gesunden Lebenswandel befragt.

Danach stecken 88 Prozent der Deutschen bewusst Geld in den Erhalt ihrer Gesundheit. 41 Prozent investieren zwischen 25 und 100 Euro, 14 Prozent 51 bis 250 Euro. Gesundheit wird von mehr als zwei Drittel der Bevölkerung als „Persönliches Wohlgefühl“ und von 55 Prozent als „Abwesenheit von Krankheit“ empfunden. Auf die Frage „Wenn Sie an Krankheiten denken, wovor haben Sie die größte Angst?“ nannten 76 Prozent den Verlust von Selbstständigkeit. Schmerzen (52 Prozent) sind angstbesetzter als der Tod (29 Prozent).

Der Arzt bleibt mit 76 Prozent der Nennungen der wichtigste Ratgeber im Gesundheitswesen, gefolgt von der Familie mit 26 Prozent und dem Apotheker mit 19 Prozent, wobei die 14 – 29-jährigen mit 22 Prozent der Apotheke das höchste Vertrauen entgegenbringen. Betroffenen in Internet-Foren vertrauen nur 13 Prozent, auf Gesundheitsrageber, Bücher und Zeitschriften setzen 16 Prozent.

Die Bereitschaft der Bundesbürger, sich gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen, ist äußerst gering. Nur zehn Prozent aller Befragten wollen sich auf jeden Fall impfen lassen. Wenn allerdings die Schweinegrippe zur echten Pandemie wird, wären 60 Prozent der Befragten bereit, sich impfen zu lassen.

Generell zeigt sich, dass Gesundheit längst mehr ist als die Abwesenheit von Krankheit. Gesundheit impliziert persönliches Wohlgefühl, Fitness, Leistungsfähigkeit und Schönheit. Aus Lifestyle wird Healthstyle.
Dazu Trendbüro-Gründer Prof. Peter Wippermann: „Gesundheit, Schönheit und anhaltende Jugend werden die zentralen Werte in unserer alternden Leistungsgesellschaft. Der eigene Körper wird zum Kapital: an Gesundheit knüpft sich Erfolg im Privat- wie im Arbeitsleben. Der Gesundheitsmarkt trennt sich vom Krankheitsmarkt. Lifestyle, Schönheit und Gesundheit verschmelzen zu einem wachsenden Healthstyle-Markt.“

Rückfragen:
Corinna Langwieser
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30. September 2009 von p. schenck | Kommentieren
Tags: Aktuelles Clippings Healthstyle