Markenbilder und Markenkommunikation im Web 2.0

Interview der Expotechnik Group mit Josefine Sporer vom Trendbüro

Die Digitalisierung und der Wachstumsbereich Internet eröffnen Unternehmen den leichten und kostengünstigen Zugang zum überregionalen weltweiten Kommunikationsmarkt. Ihre Marken können sie dabei vielseitig und vielfach inszenieren. Expotechnik Group: Welche Auswirkungen kann die beschleunigte Kommunikation auf die Darstellung von Markenbotschaften haben? Josefine Sporer: Kommunikationsgeschwindigkeit und -reichweite im Internet sind Faktoren, die sich auf die Darstellung der Markenbotschaften auswirken. Grundlegender ist jedoch die Veränderung der Kommunikationsrichtung. Mit dem Web 2.0 hat das monologische Top-down ausgedient, was zählt ist der hierarchielose Dialog. Die Diskursivität im Social Web setzt einen organischen Evolutionsprozess in Gang, an dessen Ende ein ganz anderes Markenbild stehen kann als das vom Macher intendierte. Die Marke ist, überspitzt gesagt, was der User daraus macht. Markenbotschaften durch permanente Wiederholung ewig gleicher Slogans in die Köpfe zu hämmern, funktioniert nicht mehr. Wenn Werbung zu sehr pusht, schaltet der Konsument um – oder ab. Bedeutet die rasante Geschwindigkeit der weltweiten Kommunikation, dass sich Marken flexibler, internationaler oder wandelbarer zeigen müssen? Oder gelten weiterhin die gleichen Gesetze? ... weiterlesen
 

Flow.Control. – Autoren zum Thema des 15. Deutschen Trendtags vom 15. September 2010

In den vergangenen Monaten haben wir renommierte Autoren und weniger bekannte Personen aus Gesellschaft und Wirtschaft eingeladen, sich mit dem Thema “Flow.Control.” auseinanderzusetzen.

Einige der ersten Autoren gehen dabei der Frage nach, ob denn die Logik der Apparate tendenziell nicht überschätzt und die Macht der Identitäten gleichzeitig unterschätzt wird.

In einem der ersten Beiträge zum aktuellen Trendtag Thema “Flow Control – Selbstbestimmung statt Systemkontrolle” weist der Internetpublizist Tim Cole darauf hin, dass diese Symbiose zwischen Menschen und ihren Werkzeugen keineswegs neu sei. Und der Medientheoretiker Norbert Bolz bescheinigt gar den Werkzeugen im Cyberspace definitiven Spielzeugcharakter.

Wie auch immer die neuen Werkzeuge eingesetzt werden, am Ende des Tages sollen sie innerhalb der “Entscheidungskaskaden der modernen Welt” zu mehr Lebensfreude und zu jener optimalen Erfahrung verhelfen, die wir als Flow bezeichnen.

 

Interview mit Réne Schuster
Geschäftsführer Telefónica O2 Germany

René Schuster hat auf dem 15. Deutschen Trendtag den Milleniumsaward an Wikipediagründer Jimmy Wales verliehen. Anlässlich des Trendtags führte Trendbüro ein Interview mit dem Geschäftsführer von Teléfonica O2 Germany folgendes Interview: 1. Wie haben Wikipedia und Social Media unsere Gesellschaft verändert? Die Forschung hat im Bereich Social Media einen neuen Stellenwert eingenommen. Forschungsergebnisse werden im Internet publiziert und finden einfache Verbreitung. Das bedeutet, dass diese schneller und ohne großen Aufwand für alle verfügbar sind. Auch Unternehmen haben dieses Prinzip verstanden und beginnen, die Wiki-Technologie zur Unterstützung ihres internen Wissensmanagements einzusetzen. Im Endeffekt geht es um einfache Möglichkeiten, Fragen zu stellen und Antworten zu erhalten. ... weiterlesen
 

14. Trendtag: Matt Mason: "Der beste Weg, Raubkopierern die Stirn zu bieten und selbst weiterzukommen ist, die Piraten zu kopieren."

Das Thema des 14. Trendtags ist ‚Sozialer Reichtum’. Wie würden Sie sozialen Reichtum definieren? Sozialer Reichtum kann unter wirtschaftlichen Aspekten betrachtet werden, indem man ihn als Allgemeingut versteht. Damit sind die Dinge gemeint, die allen gehören und allen offenstehen. Ausbildung und Gesundheitsversorgung sind zwei von vielen Komponenten, die üblicherweise zum sozialen Reichtum gezählt werden. Schaut man sich die geschichtliche Entwicklung der Wirtschaft an, dann erkennt man schnell, dass es all den Ländern gut geht, die viel Geld in Ausbildung und Gesundheit investieren. Wird sozialer Reichtum geschaffen, wird gleichzeitig Wohlstand für alle geschaffen. Man sollte Wirtschaft und sozialen Reichtum als eine Art Ökosystem betrachten, in dem jeder Bereich Aufmerksamkeit braucht, damit es als Ganzes funktioniert. ... weiterlesen
 

14. Trendtag: Norbert Bolz: "Der neue Schauplatz des Kapitalismus ist das Soziale selber."

Im Trendbüro-Interview behandelt Trendtagsreferent Norbert Bolz das Trendtagsthema Sozialer Reichtum. Warum ist sozialer Reichtum gerade heute ein großes Thema? Der Begriff des sozialen Kapitals existiert ja schon länger. Gerade wenn man sich die Frage nach der Zukunft des Kapitalismus stellt, dann liegt sie nicht mehr beschlossen in den Lehrbüchern der klassischen Wirtschaftswissenschaft, sondern es hat sehr viel mehr zu tun mit der Dynamik, die sich in sozialen Netzwerken entfaltet. Soziale Netzwerke sind nicht nur eine Lust und ein Faszinosum, sondern sie sind auch eine Produktivkraft. In diesen sozialen Netzwerken wird offenbar das Soziale selber zu einer ökonomisch sehr bedeutsamen Produktivkraft. Das könnte man dann eben auf den Begriff des sozialen Reichtums bringen. ... weiterlesen