IKEA veranstaltet Möbeltauschbörse
In den letzten Jahren haben Tauschbörsen erheblich an Bedeutung gewonnen. Ob Kleidung, Bücher oder DVDs, weltweit stehen den Konsumenten zahllose on- und offline Plattformen zum Tauschhandel zur Verfügung.
Inspiriert von dieser Entwicklung initiiert nun die Amsterdamer IKEA- Niederlassung eine Möbeltauschbörse, den „Husselmarkt“.
www.springwise.com/homes_housing/ikea_organizes_furniture_swap
Vom Umtausch-Rausch zur Rückgabesaisson
Mit dem Jahresbeginn kehren nach den Feiertagen auf dem ersten Blick Ruhe und Alltag zurück in den US- amerikanischen Einzelhandel. Aber tatsächlich hat dort schon ein weiterer alljährlicher Höhepunkt begonnen, die „Rückgabesaison“. Millionen von Weihnachtsgeschenken wurden umgetauscht oder zurückgegebenen. Diese sind nun von den Händlern an die Hersteller zurückzuführen. Insgesamt wird die jährliche Summe von zurückgegebenen Produkten in den USA auf rund 100 Mrd. $ geschätzt.
Vor allem Unternehmen aus der Bekleidungs-, Kosmetik- und Elektronikbranche versuchen seit einiger Zeit verstärkt, die Gebrauchtware zu einer Einkunftsquelle umzuwandeln, anstatt wie bisher die Produkte zu entsorgen.
Stöbern zu später Stunde
Auf Flohmärkten galt bislang die Regel: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Als Flohmarktgänger empfiehlt es sich auch Frühaufsteher zu sein. Da ändert sich nun. Zunehmend etablieren sich Nachtflohmärkte. Diese eröffnen zwischen 16 und 17h und dauern bis ca. 23 oder 24h. In Hamburg gibt es einen solchen Nachtflohmarkt noch bis Oktober auf dem Spielbudenplatz in St. Pauli.
Standanmeldungen und mehr Infos gibt es hier.
Geteilter Besitz – eigenes Glück
Das Konzept der Teil-Eigentümerschaft bietet vielen Amerikanern die Möglichkeit sich durch eine Zweitwohnung einen Erholungsort und eine weitere Einnahmequelle zu verschaffen. Besonders in Gebieten mit hohem Erholungswert scheint eine Beteiligung lohnenswert.
Upgrade im Hamburger Hafen
Im aktuellen Spiegel gibt es ein Feature über Hamburg. Die Hafenstadt lebt sehr gut vom globalen Handel. Das Containteraufkommen hat sich in den letzten zehn Jahren verdreifacht und liegt nun bei 9 Mio. Containern. Das freut besonders die Reeder. Auch die reichen Hamburger Reeder leben die Upgrade-Gesellschaft. Der Spiegel schreibt:
„Die neue Hamburger Reederelite unterhält dabei keine eigenen Liniendienste rund um die Welt mehr, sondern verchartert ihre Schiffe – oft inklusive Besatzung. Dafür besitzen und betreiben die Linienreedereien wie Hapag-Lloyd meist nur noch die Hälfte ihrer Schiffe und mieten die andere Hälfte an: Ein 5000-Container-Schiff etwa ist derzeit bei einer Vertragslaufzeit von vier Jahren für 37.000 Dollar zu haben. Am Tag.“
Swap-a-Rama Razzmatazz
Tauschparties boomen an der Themse. Bei Swap-a-Rama Razzmatazz geht es nur nebensächlich um Upgrading. Im Vordergrund steht der Spass an der lustigsten Verkleidung. Die wichtigste Partyregel: Wenn am 20. September in dem Londoner Club Favela Chic ein Song von Klaxon gespielt wird, muss jeder mit der Person neben sich ein Kleidungsstück tauschen. Wer weiß, in welcher Montour man am Ende der Nacht nach Hause geht…?
profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewprofile&friendid=152495915
Upgrade a la Sixt
Alt-Schlagerstar Matthias Reim ist das neue Zugpferd des Autovermieters Sixt. Im Werbevideo „Verdammt ich hab nix“ bekennt er humorvoll seine Zugehörigkeit zur Upgrade-Gesellschaft. Auch Reim will trotz angespannter finanzieller Lage nicht auf Luxus verzichten. Und so singt er eine neue Version seines Erfolgshits.
Party, Kunstaustausch und Spiel
Die New Yorker Kreativwerkstatt Etsy Labs veranstaltet am 24. August von 19-24 Uhr eine `bARTer Art Swap Party´.
Die Idee basiert darauf selbst mitgebrachte Kunstwerke gegen Punkte einzutauschen, mit denen dann zu einem späteren Zeitpunkt am Abend bei einer Auktion andere Werke ersteigert werden können. Willkommen sind sämtliche Formen von Kunst: Malerei, Musik, Video, Druck, Skulpturen, Textilien etc.
Punkte können auch durch die Teilnahme an verschiedenen Spielen akkumuliert werden. Je mehr Punkte im Laufe des Abends gesammelt werden, desto besser stehen die Chancen bei der Auktion ein begehrtes Kunstwerk eines anderen Teilnehmers zu ersteigern.
Upgrade für die Kleinsten
Fokusgruppen-Teilnehmer für die Studie zur Upgrade-Gesellschaft machten uns auf den Hamburger Service Lütte-leihen aufmerksam. Eltern können hier Babykleidung gegen eine feste monatliche Gebühr leihen. Da Babies im ersten halben Jahr sehr große Wachstumssprünge machen, benötigen sie ständig neue Größen ohne die Kleidung wirklich zu nutzen.
Die Kleidung von Lütte-leihen kann gebraucht sein, ist aber in jedem Fall im perfekten Zustand. Der Service bietet Eltern ein doppeltes Upgrade. Zum einen müssen sie nicht viel Geld in Babykleidung investieren. Zum anderen sparen sie Zeit, da sie nicht für das Baby shoppen müssen.
Je exklusiver, desto wertbeständiger
Ein aktuelles Beispiel untermauert ein zentrales Ergebnis der Upgrade-Gesellschaft: Je hochwertiger, seltener und exklusiver ein Produkt ist, desto geringer ist der Wertverlust. Gerade im Luxusbereich erleben wir immer wieder, dass Produkte durch ihre Vorbesitzer und deren Geschichte aufgewertet werden. Gerade kam beim Auktionshaus Christie´s der Ferrari von Steve McQueen für die Rekordsumme von 2,31 Mio. US-Dollar unter den Hammer. Der angepeilte Wert für den Ferrari 250 GT Berlinetta Lusso mit der Fahrgestellnummer 4891 aus dem Jahr 1963 lag bei 800.000 bis 1,2 Mio. US-Dollar. McQueens Ferrari hat eine seltene Braun-Metallic-Lackierung und beiges Leder-Interieur.
Taz: Geiz ist nicht mehr geil
Handwerk klingt verstaubt. Man kann das Wort drehen und wenden – es bleibt rückständig. Aber dem hinterwäldlerischen Ruf zum Trotz entsteht in den Städten wieder neuer Raum für Handarbeit. Das Prinzip dieser Ein-Mann-Läden ist fast immer das gleiche: Hinten Werkstatt, vorne Verkauf. Und es beruht auf steigender Nachfrage: Viele wünschen sich wieder mehr Qualität beim Einkaufen – krampfhaftes Jagen nach Schnäppchen lehnen immer mehr Konsumenten ab.
N-TV: Technik wird zum Stilobjekt
Die Zeit der rustikalen Technik-Möbel ist vorbei. Heute sind TV-Geräte, Mobiltelefone und MP3-Player begehrte Stilobjekte, mit denen zu Hause und unterwegs Geschmack demonstriert wird. Wer mit dem fünf Jahre alten Handy in der Tasche unterwegs ist, kann möglicherweise also nicht nur keine MMS empfangen – er ist auch stilmäßig von gestern.
Quelle: N-TV, 24. Juli 2007
eBay ist Premium
Die FTD hat heute die Quartalszahlen von eBay veröffentlicht. Darin heißt es:
„Ebay-Kunden hatten am Ende der Berichtszeit 559 Millionen Produkte gelistet oder sechs Prozent weniger als vor einem Jahr. Das Bruttoverkaufsvolumen erreichte jedoch im Berichtsabschnitt 14,5 Mrd. $ oder zwölf Prozent mehr als in der entsprechenden Vorjahreszeit.“
Diese Zahlen decken sich mit den Ergebnissen der Studie „Upgrade-Gesellschaft: Leben im Jetzt – Besitzen auf Zeit“. Konsumenten, die sich von ungenutzten Produkten trennen wollen, verkaufen vor allem hochwertige Markenprodukte über eBay. Ramsch und Schrott wird eher über den Flohmarkt „entsorgt“.
Upgrade einmal anders
Ein 16 Jahre alter Brite hat über eBay eine Playstation 2 ergattert. Als er das leicht angestoßene Paket öffnet findet er darin neben der Spielkonsole Bargeld im Wert von 65.400 Euro, wie SPIEGEL-Online schreibt. Unklar ist, wer der Eigentümer des Geldes ist. Die Polizei hat das Geld erst einmal beschlagnahmt. Wenn das Geld nicht aus einem Verbrechen stammt, dann darf der Junge das Geld behalten.
Born Again
TIME hat in seiner jüngsten Ausgabe einen sehr spannenden Artikel über die Wiederaufbereitungsbranche. Das US-Magazin zeigt, dass das „Pimp My Used Prinzip“ ein globaler Wachstumsmarkt ist. Mit der drastischen Steigerung von Energie- und Rohstoffkosten und verschärften politischen Auflagen wird es für Unternehmer zunehmend interessant, Produkte wiederaufzubereiten.
Online-Kleinanzeigen werden attraktiver
Die eBay-Tochter kijiji und TNS Infratest haben heute eine repräsentative Studie veröffentlicht. Danach achten Frauen verstärkt auf ökologische Aspekte, während Männer die Langlebigkeit wichtig ist. Der Preis bleibt zwar wichtig, ist aber nicht mehr das alleinige Entscheidungskriterium. Um sich stärker biologisch einwandfreie und qualitativ hochwertige Produkte leisten zu können, werden gebrauchte Produkte immer attraktiver. Vor allem jüngere Menschen interessieren sich besonders für Online-Kleinanzeigen. Rund ein Viertel (24 Prozent) der 14- bis 29-jährigen möchte Online-Kleinanzeigen in Zukunft stärker nutzen. In der Gesamtbevölkerung sind es 15 Prozent.
Pimp my Used
Das Pimp my everything ist ja schon etwas länger bekannt. In der Upgrade-Gesellschaft hat das Pimpen jedoch eine neue Funktion. Produkte werden künstlerisch verschönert oder mit Funktionen getuned, um sie besser und teurer verkaufen zu können. Aus dem gebrauchten Massenprodukt wird so ein exklusives Designobjekt.
Das britische Unternehmen Specialbike motzt gebrauchte Fahrräder auf. Bellumconcepts aus den USA werten so gezielt Uhren auf.
Paris by bike
Springwise macht uns darauf aufmerksam, dass in Paris mit Vélib (Velo + liberté) derzeit ein großes Fahrrad-Verleih-Netzwerk aufgebaut wird. Zum Launch am vergangenen Wochenende standen 10.000 Fahrräder an 750 Stationen zur Verfügung. Ende 2007 sollen es mehr als 1.400 Stationen werden. Fahrräder sind ab 1,- Euro pro Stunde erhältlich.
Hinter Vélib steht die Idee, die Umweltbelastung zu minimieren und die Fitness der Pariser zu steigern. Betreiber ist der Outdoor-Werbevermarkter JCDecaux, der sich darüber den exklusiven Zugang zu mehr als 1.500 Werbeplakaten in Paris sichert.
Long-Tail und Upgrade-Gesellschaft
Der Marktpraxis-Blog hat heute über die Upgrade-Gesellschaft geschrieben und darin den Bezug zwischen Long-Tail und Upgrade-Gesellschaft hergestellt.
Der Marktpraxis-Blog schreibt:
“Die Wandlung von der sog. “Wegwerfgesellschaft” der 80-90er zur “Upgrade-Gesellschaft” wird auch durch die derzeitige Entwicklung in Sachen Long-Tail begünstigt bzw. hängt damit zusammen. Plattformen wie in diesem Beispiel eBay schufen erst den entsprechenden Raum, um einen ausreichenden “Sekundärmarkt” für Gebraucht- und Nischenprodukte bereitzustellen.”
Neue Studie: Upgrade-Gesellschaft
Leben im Jetzt – Besitzen auf Zeit
Produkte werden heute nur noch so lange genutzt, bis es etwas Besseres und Aufregenderes gibt. „Upgrade“ heißt das Zauberwort. Die permanente Lust, sich zu verbessern kurbelt den Konsum an – von Neuem und Gebrauchtem, denn das Upgrade muss man sich leisten können. Das Hamburger Trendbüro hat den Zusammenhang zwischen dem Verlangen nach Besserem und der wachsenden Nachfrage nach Gebrauchtem untersucht.
Swapen statt Shoppen – London im Tauschfieber
VISA nähert sich der Upgrade-Gesellschaft. Der Finanzdienstleister richtete jüngst einen eigenen Laden ein und veranstaltete in London Tauschparties. In der Pressemitteilung schreibt VISA am 14. Juni 2007:
„’Swapen statt shoppen’ heißt der brandneue Tauschtrend, der gerade in der Modemetropole London geboren wird. Mit Swaping hat Visa ein modeorientiertes Lifestylekonzept geschaffen, das den Trend zu Vintage-Kleidung und nachhaltiger Mode miteinander kombiniert.
Und so funktioniert’s: Seit dem 31. Mai können modebegeisterte Londoner drei Wochen lang ausgemusterte Designerstücke und Markenkleidung im Visa Swap-Shop abgeben, um Platz für neue Lieblingsstücke im Kleiderschrank zu schaffen. Für jedes abgegebene Kleidungsstück werden Punkte auf der Visa Swap-Karte gutgeschrieben. Dabei gilt, je exklusiver und hochwertiger die Kleidungsstücke und Accessoires, desto höher die Punktezahl. Mit der Visa Swap-Karte können dann neue Kleidungsstücke aus dem Fashion-Fundus ‚bezahlt’ werden.
Vom 15. bis zum 17. Juni wird im Visa Swap-Shop zum großen Tauschen eingeladen. In diesem eigens eingerichteten Tauschtempel im Zentrum von London können alle Teilnehmer der Aktion die gesammelten Punkte gegen neue alte Kleidung tauschen. Und mit etwas Glück wird der Griff ins Regal mit einem Promi-Outfit belohnt, denn auch internationale Stars wie Kylie Minogue, Helena Bonham-Carter, Naomi Campbell, Sadie Frost, Rihanna und Kelly Osbourne sind echte Swaping-Fans und haben schon Kleidungsstücke bei Visa Swap abgegeben.
Visa Swap verbindet Modebewusstsein und verantwortungsvollen Konsum miteinander, denn Modeinteressierte werden angeregt, bereits abgelegte Kleidungsstücke neu zu entdecken. Tauschen statt wegwerfen, so die Devise der Initiative. ‚Visa Swap möchte einen überlegteren Umgang mit Konsum fördern’, so Fiona Wilkinson, Senior Vice President Communications von Visa Europe. ‚Swaping ist eine aufregende neue Alternative zum Shopping. Gleichzeitig zeigt Visa Swap Modebegeisterten, wie man mit einfachen Mitteln wie Accessoires oder umgestalteten Kleidungsstücken große Wirkung erzielen kann – ohne viel Geld dafür auszugeben.’
Alle Kleidungsstücke, die bei dem Swap-Event übrig bleiben, werden anschließend an TRAID gespendet. So findet jedes Kleidungsstück einen neuen Besitzer und nichts wird verschwendet.’“
Espace Kiliwatch: Neues neben Gebrauchtem
Ist es egal, ob man ein neues oder ein altes Kleidungsstück kauft? Was gilt in der Mode eigentlich als alt? Und haben Modestücke aus zweiter Hand nicht sogar uneinholbare Vorteile gegenüber Neuware? Die neue Dependance der Pariser Sore-Idee „Espace Kiliwatch“ in Hamburg bietet Antworten auf diese Fragen.
Im Untergeschoss der Galleria (Große Bleichen 21) taucht man zunächst in ein wahres Mode-Meer. Dicht an dicht hängen hier Lederjacken, Jacketts, Hemden, T-Shirts, Hüte, Cowboystiefel und vieles mehr. Rund 60 Prozent der Ware stammt aus zweiter Hand, der Rest ist neu. Der Laden ist eine Fundgrube, die Stöbern auf hohem Niveau erlaubt. Die gebrauchten Kleidungsstücke wurden vom Großmarkt in Paris importiert, gereinigt und befinden sich in einem hygienisch einwandfreien Zustand.
Nicht nur in Paris, auch in Tokio und New York haben die Espace-Kiliwatch-Filialen auf Anhieb einen treuen Kundenstamm gewonnen. Das Konzept eines „Modeantiquariats“, in dem neben außergewöhnlicher Vintage-Mode auch Second-Hand angeboten wird, geht auf.
Kiliwatch versteht sich als moderner Marktplatz für Mode, aber auch für Bücher, CDs, Accessoires und Schmuck. Für die Publicity haben neben dem interessanten Konzept eine Reihe von Celebrities gesorgt. Madonna, Robbie Williams, Kate Moss – sie alle waren angeblich bereits Kunden bei Kiliwatch.
Topspieler leasen
Der brasilianische Topspieler Carlos Alberto wurde in den letzten Wochen von Werder Bremen und dem HSV massiv umworben. Allerdings hat er seine sportlerische Laufbahn nicht selber in der Hand. Die Transferrechte für den brasilianischen Nationalspieler liegen bei der Media Sports Investments und nicht bei seinem derzeitigen Klub Fluminense Rio de Janeiro.
Laut Süddeutscher Zeitung sei „Carlos Alberto im Besitz der MSI und die hatte verfügt, dass er nun wieder nach Europa müsse, um die Sache zu einem erfolgreichen Investment zu machen.“ Weiter hieß es, „hätte es nicht das Bremer Kaufangebot gegeben, hätte ihn MSI sogar ausgeliehen. Aber nicht an Werder, die ursprünglich auch nicht kaufen wollten, sondern an den Hamburger SV. HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer hatte mit den Agenten längst ausgehandelt, dass er Carlos Alberto über ein Jahr für 1,1 Millionen geleast hätte.“
Leasingverträge für Spitzensportler sind für Fussballvereine zu einer interessanten Option geworden. Zu hoch sind die Transfersummen in den letzten Jahren gestiegen, als dass sich Vereine ohne Probleme einen Fehlgriff leisten könnten – denn ob ein Spieler am Ende wirklich einschlägt ist im Vorfeld ungewiss. Eine gut bezahlte „Probezeit“ mit anschließender Kaufoption ist hier deutlich weniger risikoreich und bringt eine kurzfristige Kostenentlastung.
Langfristig werden mit Leasing-Deals zwar höhere Kosten fällig, dafür aber bleibt man im schnelllebigen Fußballgeschäft flexibel.
Eigentum als Upgrade-Medium
Das 1707 gegründete Auktionshaus Dorotheum mit Hauptsitz in Wien ist das größte Auktionshaus für Kunst und angewandte Kunst in Mitteleuropa und im deutschsprachigen Raum. Neben den Auktionen gehören auch der Handelsbereich und das traditionelle Pfandgeschäft zu den Geschäftsfeldern des altehrwürdigen Hauses, das sich zu den feinsten Adressen Wiens zählt.
Der Erfolg des Dorotheums symbolisiert die Imageaufwertung des Pfandkreditgewerbes. Die Bereitschaft, Wertgegenstände für kurzfristige Investitionen zu beleihen oder in Auktionen veräußern zu lassen, steigt.
So veröffentlichte der Zentralverband des Deutschen Pfandkreditgewerbes eine Studie zum Jahr 2006, der zufolge hätten sich mehr als 1 Mio. Deutsche im Jahr 2006 einen kurzfristigen Kredit einräumen lassen. Der Umsatz der Branche werde voraussichtlich bei 500 Mio. EUR liegen. 93% aller verpfändeten Wertgegenstände seien im ersten Halbjahr 2006 wieder abgeholt worden.
Der Umgang mit den eigenen Besitzgütern hat sich deutlich flexibilisiert. Ungenutzte Gegenstände werden bewusst eingesetzt, um höhere Ziele erreichen zu können. Das Stigma „Des-sich-trennen-müssens“ weicht einer Investitionsmentalität.
Innovationstreiber eBay
eBay setzt Maßstäbe im Bereich Social Commerce. In der Blog-Welt „Exciting Commerce“ hieß es dazu vor kurzem in einem Artikel:
„Faszinierend zu verfolgen, wie das einst auf Expansion abzielende eBay 2005 urplötzlich umgeschaltet hat und vom Expansions- in den Innovationsmodus gewechselt ist. Für alle strategischen Felder gibt es inzwischen eigene Kompetenzteams und mit Max Mancini einen ‚Senior Director for Platforms and Disruptive Innovation’, der über die gesamte Innovationsstrategie wacht.
Kein Wunder also, dass sich die ‚eBay Live Konferenz’ zu dem Zukunftsforum des E-Commerce entwickelt hat. Zwischen den Fragestellungen, mit denen sich eBay beschäftigt und mit dem, was den klassischen Online-Handel so umtreibt, liegen zum Teil Welten.
Drei große Strategiethemen ließen sich auf der diesjährigen eBay Konferenz ausmachen, die – ganz im Exciting Commerce Sinn – die zukünftige Entwicklung des E-Commerce abwechslungsreich und spannend machen werden:
– Social Commerce als DAS Zukunftsthema: Mit der neuen Ausrichtung nimmt Ebay endgültig Abschied von der reinen Marktplatzdenke und will künftig den ‚Handel zwischen Menschen’ stärker in den Vordergrund rücken und unterstützt dies mit einer Reihe von Initiativen (MyWorld, eBay to Go, etc.)
– Ebay als universelle E-Commerce Plattform: Mit dem intern Ebox genannten Framework will es Ebay sich und externen Partnern in Zukunft sehr leicht machen, zügig neue Shopping-Anwendungen auf Ebox-Basis auf den Markt zu bringen.
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Zwei neue Wachstumsfelder für den E-Commerce: Erlebniskomponenten sollen die fehlende Sogkraft heutiger Shops und Portale kompensieren und Kunden weitaus stärker involvieren als heute. eBay denkt weiter in Richtung Entertainment und Visual Shopping.
Zusammenfassend lässt sich sagen: eBay macht mehr Tempo denn je und zeigt nun schon im dritten Jahr in Folge, wohin die Reise im Onlinehandel geht.“
Vom Wühltisch zum Showroom
Im Blog Exciting Commerce hieß es vor kurzem treffend: „Es gibt keinen Königweg ins Web 2.0. Ebay und Amazon zeigen jedoch, dass das Thema beileibe nicht nur für Medienhäuser relevant ist. Gerade dem Online-Handel stehen jede Menge Türen offen, um Kunden langfristig noch enger an sich zu binden.“
Bereits im letzten Jahr hat eBay seine „Me-Seiten,“ auf denen sich User selbst darstellen können, zur eBay „MyWorld“ erweitert. Aus der Community wird bei eBay allmählich ein Social-Network. Die Personalisierung der Mitglieder-Accounts nimmt damit weiter zu.
Erfolg durch Social-Commerce
Die Kaufbereitschaft von Konsumenten wird maßgeblich von der Vertrauenswürdigkeit der Anbieter geprägt. Stimmt die Qualität, ist der Preis angemessen, werden Fragen kompetent beantwortet, kann ich bei Problemen auf einen Ansprechpartner zurückgreifen, werden Garantieansprüche ohne großen Aufwand erfüllt? Je kommerzieller und anonymer der Verkäufer, desto skeptischer der Käufer.
Social-Commerce bedeutet für Käufer vor allem mehr Sicherheit durch personalisierte Akteure, mehr Transparenz und aktuelleres Wissen durch vertrauensvolle Informations-Netzwerke, mehr Unterhaltung und soziale Nähe durch professionelle Kommunikationsplattformen.
Für die Verkäufer bietet die Personalisierung des E-Commerce durch Social-Networks und Personal-Media viel versprechende Experimentierfelder mit enormen Wachstumschancen. Denn nur wer bereit ist, sich den Konsumenten gegenüber zu öffnen, ist zukunftsfähig aufgestellt und kann auf die Wünsche der Konsumenten adäquat reagieren. Die Frage ist also: Wie können konventionelle E-Commerce-Anbieter ihre Angebote so anbieten, dass andere sie aufnehmen, verändern, bündeln und weiterverarbeiten können?
Die Zukunft ist flexibel und urban
In den nächsten Jahren wird sich das Thema Wohnen in Deutschland deutlich verändern. Migration in die Städte, Kinderlosigkeit, steigende Lebenserwartung, der Wunsch nach größeren und luxuriöseren Wohnungen, steigende Mobilitätskosten: Der Umgang mit Wohneigentum steht vor großen Einschnitten.
Horst W. Opaschowski, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung für Zukunftsfragen der Universität Hamburg, sagte gegenüber der Süddeutschen Zeitung vom 08. Juli: „Der kinderlose Städter verkauft sein Haus und zieht als Mieter in ein Haus mit Balkon oder Dachterrasse.“ Weil sich das Eigentumsdenken verändere, werde das Wohnerleben neu definiert, führte er weiter aus. Wohnen wie im eigenen Haus, aber sich nicht wie ein Eigentümer um alles kümmern müssen sei künftig die Devise.
Geschichte gibt’s nur gebraucht
Wer den eigenen Garten mit außergewöhnlichen Pflanzen bestücken will, kann entweder selbst pflanzen und warten oder einen kompetenten Gärtner bestellen. Die Firma Oliverde etwa liefert 500jährige Oliven-Bäume in bis zu 5 Tagen. Die Bäume inszenieren ihre einzigartige Geschichte im eigenen Garten.
Der Interessent kann dann entscheiden, ob er den Baum kaufen oder mieten möchte. Soviel Abwechslung und zeitnahe Verfügbarkeit bei derart wertvollen Objekten ist wahrer Luxus.
Der bekannteste Zaun der Welt als Second-Hand-Artikel
„Der Zaun ist offen“ verkündete Polizeisprecher Manfred Etzel im Anschluss an das Ende des G8-Gipfels in Heiligendamm. Der 12 Kilometer lange und 2,50 Meter hohe Zaun, der den Tagungsort umgeben hatte, wurde anschließend meistbietend verkauft.
Wie das Zaunbauunternehmen MZS in Rostock mitteilte, gehen 1,2 Kilometer des Zaunes an die Firma Sächsische Rosenwelt in Borsdorf bei Leipzig. Das Tierheim Schlage bei Rostock erhält 40 Meter für ein weiteres Katzengehege. Weitere hundert Meter gehen an Veranstaltungsfirmen in Mecklenburg-Vorpommern und an ein Brandenburger Recyclingunternehmen.
Neu = Alt – Neue Autos überschwemmen den Sekundärmarkt
Im Mai 2007 wurden von insgesamt 293.484 Neuwagen 65.294 PKW (22,4%) auf den Handel zugelassen. Diese Fahrzeuge werden überwiegend als Tageszulassungen und „junge Gebrauchtwagen“ in den kommenden Monaten in den Markt fließen.
Neuwagen werden derzeit geradezu massenhaft als quasi-Gebrauchtwagen angeboten – natürlich mit erheblichen Preisnachlässen. Das zeigt, dass für Konsumenten beim Autokauf das „Gebraucht“-Stigma längst kein Negativaspekt mehr ist. Im Gegenteil, ein Auto gilt nach kurzer Nutzungsdauer immer noch als neuwertig und gewinnt durch den geminderten Preis zusätzlich an Attraktivität. Somit überholt der Sekundärmarkt den Primärmarkt.
Haus- oder Wohnungs-Tausch als luxuriöser Alternativurlaub
Immer mehr Menschen wollen in ihrem Urlaub etwas Besonderes, Authentisches erleben. Dies lässt sich allerdings nur schwerlich über das standardisiert eingerichtete Zimmer einer internationalen Hotelkette realisieren. Über die Seite HomeLink bieten über 13.000 Mitglieder aus 69 Ländern ihre Häuser für ein paar Wochen zum Tausch an.
Upgrading als Lebensstil und Spaßfaktor
Ob wiederverkaufen, vermieten, verschenken oder tauschen – der Umgang mit materiellen Gütern hat sich im Zuge der Internetentwicklung stark flexibilisiert. Bemerkenswert ist an dieser Entwicklung, dass sich nicht nur die Nutzung, sondern auch der Zugang zu Gebrauchsobjekten grundlegend verändert hat. Die Abgabe von Dingen ist zum Lifestyle-Event geworden, ein Beispiel hierfür: Swap-bot.com.
Upcycling: Aus alt mach neu
Müll kann stilistische Exklusivität erlangen? Alte Materialien bis hin zum Müll dienen zunehmend als Grundlage für künstlerisch hochwertige Objekte.
Privatverkäufe übers Web: Deutsche an der Spitze
Private Auktionen und Kleinanzeigen im Internet sind in Deutschland beliebt wie nie zuvor: 2006 haben 12 Millionen Deutsche zwischen 16 und 74 Jahren das Web genutzt, um Waren oder Dienstleistungen zu verkaufen. Damit ist jeder Fünfte in dieser Altersgruppe als Online-Verkäufer aktiv.
Im Vergleich zu den Vorjahren stieg die Anzahl deutlich an. 2004 lag sie noch bei 9 Millionen (14%), 2002 bei 3 Millionen (5%). Für das laufende Jahr werden mindestens 13 Millionen private Online-Verkäufer erwartet, wie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin bekannt gab. „Nicht nur beim Kauf, sondern auch beim Verkauf von Artikeln spielt das Internet für viele Deutsche eine zunehmend wichtige Rolle. Das zeigen die steigenden Nutzerzahlen ganz deutlich“, sagte Jörg Menno Harms, Vizepräsident des BITKOM.
Die Begeisterung für private Online-Verkäufe ist in den restlichen EU-Ländern derzeit noch nicht so groß. Nach 2002 und 2004 hat Deutschland im vergangenen Jahr erneut den ersten Platz bei den absoluten Nutzerzahlen wie auch bei der Nutzerquote belegt. Während in Deutschland 20% der 16- bis 74-Jährigen ihre Waren oder Dienstleistungen im Internet angeboten haben, waren es im EU-Durchschnitt nur 9%. Auf Rang zwei folgten die Niederlande mit 18%, gefolgt von Dänemark mit 17%. In Griechenland und Rumänien spielten private Online-Verkäufe 2006 keine Rolle – hier lag die Quote bei 0%.
Quelle: Pressemitteilung BITKOM vom 27. Juni 2007
538 Euro pro Haushalt
Laut einer Umfrage von TNS Emnid, die vom Online-Auktionshaus eBay in Auftrag gegeben wurde, hortet jeder deutsche Haushalt nicht mehr gebrauchte Gegenstände im Wert von durchschnittlich 538 Euro. Das ist Geld, das die Deutschen im Frühjahr für Neuanschaffungen gut gebrauchen könnten. Allerdings werden diese oft in Keller und Dachböden schlummernden Schätze meist nur zu bestimmten Anlässen – wie etwa dem alljährlichen Frühjahrsputz – gelüftet. So planen derzeit drei von vier Deutschen, Garten und Balkon auf Vordermann zu bringen, zwei von drei Deutschen wollen ihr Auto sauber und fit für den Sommer machen, 55% haben laut Studie vor, beim traditionellen Frühjahrsputz Haus und Wohnung zu reinigen, 47% möchten ihren Kleiderschrank ordnen und 36% planen, Keller, Dachboden und Garage aufzuräumen.
Eine kontinuierliche Verbesserung dieses Zustands könnte durch ein gezieltes „Kaufen-Nutzen-Verkaufen“ im Ansatz erreicht werden. Um allerdings wirklich erfolgreich zu sein, müssten ungenutzten Dinge regelmäßig auf ihren aktuellen Gebrauchswert hinterfragt und konsequenterweise umgehend verkauft werden.
Quelle: Ebay Pressemitteilung vom 22.03.2007

