CSR und Tourismus
Das Thema CSR (Corporate Social Responsibilty) spielte auf der ITB eine wichtige Rolle. Erstmalig in diesem Jahr fand der CSR Day im Rahmen der ITB Kongresse statt. Dort stellte die GfK eine empirische Studie vor, die den Zusammenhang zwischen CSR und Tourismus aus Konsumentensicht beleuchtete.
Danach gehören 33 Prozent aller reiseaktiven Deutschen zu CSR-affinen Reisenden. Ca. 10 % von ihnen interessieren sich sogar sehr stark für das Thema. Skandinavische Länder werden unter allen Zielländern als besonders fortschrifftlich hinsichtlich CSR Engagement bewertet. Auch bei den reiseveranstaltern ergeben sich deutliche Unterschiede beim Imgae: dem Kulturreiseanbieter Studiosus wird sehr viel Vertrauen entgegengebracht, während Öger Tours recht negativ eingeschätzt wird.
„Der Kapitalismus ist zum Spielcasino verkommen“
Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus, Keynote Speaker des 12. Trendtages 2007, äußert sich im Spiegel Online-Interview zur aktuellen Finanzkrise.
Yunus kritisiert, dass die Orientierung der Unternehmen an höchst möglichen Gewinnen nicht zum höchst möglichen Nutzen für die Menschen führt. Auch bemängelt er, dass es heute nur eine Art von Geschäftsanreiz gibt, nämlich den Anreiz der Profitmaximierung. Ihm fehlt der Anreiz, soziale Leistungen zu vollbringen.
Für Yunus ist Gewinnmaximierung kein Selbstzweck: Gewinne sollten zur Verbesserung der Lebensqualität aller Menschen eingesetzt werden. Gäbe es mehr sozial orientierte Unternehmen, wären die Märkte ausbalancierter und mehr Menschen hätten die Möglichkeit, ihr Leben zu gestalten.
Yunus plädiert für bessere Regulierungen des Marktgeschehens, jedoch dürfe keine Regierung die Entwicklung am Markt bestimmen. Die Theorie der „unsichtbaren Hand“ nach Adam Smith sei nicht in der Lage, alle Marktprobleme zu lösen.
LOHAS Marketingkonferenz - 30. Mai 08 in Frankfurt am Main
In den USA ist der “Lifestyle of Health and Sustainability” bereits eine etablierte Konsumentenbewegung, hierzulande sind die “neuen Ökos” eher unter den Innovatoren und Meinungsführern zu finden. Doch der Einfluss der LOHAS auf den Konsumgütermarkt wächst deutlich. Welche Chancen die Zielgruppe für Unternehmen bietet, diskutieren und erläutern Experten im Rahmen der 2. deutschen Öko-Lifestyle-Marketingkonferenz am 30. und 31. Mai 2008 im Ökohaus in Frankfurt am Main.
Mehr Informationen zur Veranstaltung hier.
Das Trendbüro behandelte das Thema Karma Kapitalismus bereits auf dem
12. Trendtag.
Yunus’ Mikrokredit-Bank expandiert in die USA
Die Grameen Bank, deren Gründer Muhammad Yunus letztes Jahr für sein Mikrokredit-System den Friedensnobelpreis erhielt, vergibt seine ersten Kredite in den USA. Ziel ist es, den rund 28 Millionen US-Bürgern, die kein Bankkonto besitzen, Kredite zu ermöglichen.
Welt: Airbus will Öko-Flugzeuge entwickeln
Airbus will den Spritverbrauch und den Lärm seiner nächsten Flugzeugmodelle drastisch senken. „Der Öko-Druck wird zunehmen, Umweltfragen stehen im Zentrum unserer Branche”, sagte Louis Gallois, Chef des Mutterkonzerns EADS. Wenn man es nicht schaffe, ökologische Probleme zu lösen, gefährde man das Wachstum der Luftfahrt.
Das kommt nicht länger in die Tüte
Nachdem in Australien im letzten Jahr ein Gesetz zum Verbot von Glühbirnen verabschiedet wurde, hat nun der amtierende australische Umweltminister Peter Garrett angekündigt noch in diesem Jahr Plastiktüten aus dem Verkehr ziehen zu wollen.
Die Welt: China startet größten Umweltzensus in seiner Geschichte
China hat sich seinen wirtschaftlichen Aufschwung teuer erkauft. Wasser, Luft und Böden sind durch Schadstoffe schwer belastet. 26 Prozent aller Oberflächengewässer von den Strömen bis zu den Seen seien selbst für eine wirtschaftliche Nutzung “völlig unbrauchbar”. 62 Prozent “eignen sich nicht für Fische”. 90 Prozent der Flüsse, die durch die Städte fließen, sind “umweltverseucht”, schrieb am Wochenende die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Der Luft geht es nicht besser. Der Schwefeldioxid-Ausstoß stieg von 2000 bis 2005 um 27,8 Prozent. Mehr als ein Drittel des Landes ist heute vom sauren Regen oder von Schwermetallen und Chemiegiften geschädigt. Beim CO2-Ausstoß wird China in absoluten Zahlen vermutlich 2008 die USA einholen.
Wohltätigkeit lohnt sich
Die meisten Mittelständler engagieren sich gesellschaftlich, aber nur eine Minderheit integriert das in ihre Strategie. Anders die Geschäftsidee des Reifenhändlers Roland Arnold. Mit seinem Unternehmen Paravan baut er Autos so um, dass behinderte Menschen damit leichter fahren können. Und der Gründer hat es nicht bei der Geschäftsidee belassen: Arnold engagiert sich als Sponsor von Behindertenvereinen, medizinischen Einrichtungen sowie Selbsthilfegruppen, unterstützt ein Behinderten-Radio und stellt Lehrmaterial für Schulen zur Verfügung. “Wenn man was verdient, kann man auch was abgeben”, sagt Arnold. Bei der Firma Paravan wird gesellschaftliches Engagement auf produktive Weise mit den Geschäftszielen verknüpft.
Dass Moral und Geld kein Widerspruch sind, und dass das Verfolgen von sozialen und ökologischen Zielen dem Geschäftserfolg zuträglich ist, zu diesem Schluss kommt auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI).
Quelle: Sueddeutsche Zeitung vomm 03.01.2008
Innovatiosnreport: Green IT – CeBIT nimmt Klimaschutz ins Visier
Renommierten Studien zufolge entspricht die derzeit abgegebene Co2-Menge des weltweiten ITK-Equipments in etwa der des internationalen Luftverkehrs. An der Verringerung dieser Emissionen wird bereits gearbeitet: So entwickeln zahlreiche Unternehmen energieeffiziente Systeme – von Strom sparenden Laptops bis hin zu klimafreundlichen, “grünen” Rechenzentren. Zudem wird intelligente ITK-Technik bereits in der Steuerung von Maschinen und Anlagen eingesetzt und trägt so in erheblichem Umfang zur Reduktion des Energieverbrauchs und zur Kostenreduzierung bei. Diese Potenziale werden jedoch noch nicht in vollem Umfang ausgeschöpft.
Ein möglicher Grund dafür: Bislang fehlte trotz der zunehmenden globalen Vernetzung eine Plattform, auf der die zentralen Innovationen rund um die “grüne” IT gebündelt werden. Die CeBIT möchte mit dem neuen Ausstellungsbereich Green IT diese Lücke schließen und der digitalen Industrie ein Forum bieten, in dessen Rahmen sie ihren Beitrag zum Klimaschutz unter Beweis stellen kann.
Sueddeutsche Zeitung: Boom bei Öko-Anlagen
Eine wachsende Zahl von Anlegern setzt auf «grüne» Investments und hat damit einen Boom bei nachhaltigen Fonds und Aktien ausgelöst. Das Volumen der 166 Fonds, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz zugelassen sind, ist nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts (DAI) in den ersten neun Monaten des Jahres auf rund 30 Milliarden Euro gewachsen. Das sind fast 12 Milliarden mehr als noch Ende 2006. «Das Thema Nachhaltigkeit wird zu einem Innovationstreiber für die gesamte Finanzbranche», sagt DAI-Leiter Rüdiger von Rosen.
Abendblatt: Klimabewusst (dienst-)reisen
Kreative Ansätze, Dienstreisen zu vermeiden oder sie zumindest umwelt- und klimaschonend zu gestalten, wollen der Verkehrsclub Deutschland, der Bundesdeutsche Arbeitskreis für umweltbewusstes Management und die Zeitschrift “Der Mobilitätsmanager” belohnen. Unternehmen aller Branchen können sich um den “CSR Mobilitätspreis” bewerben, zum Beispiel weil sie durch ein gutes Kommunikationsnetz Reisen vermeiden, schadstoffarm Dienstwagen fahren, Klimaeffekte von Reisen ausgleichen. Infos unter www.csr-award.de
Bis 100 Gramm CO2 pro Kilometer steuerfrei
Das Bundesfinanzministerium will besonders schadstoffarme Autos von der Kfz-Steuer befreien. Dafür schlägt der Bund der Länder vor, die Kfz-Steuer nicht mehr wie bisher nach Hubraum, sondern nach dem Ausstoß des Treibhausgases CO2 zu ermitteln. Fahrzeuge, die unter 100 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen, könnten ab 2009 steuerfrei fahren. Bisher fallen allerdings nur wenige Fahrzeuge unter diesen Grenzwert (z.B. der VW Polo Blue Motion oder der Smart CDI). Die CO2-Emission neuer Pkws liegt im Durchschnitt bei etwa 170 Gramm pro Kilometer.
Die Länder werden den Vorschlag im Rahmen des Energie- und Klimaprogramms der Bundesregierung am 5. Dezember diskutieren. Wer heute schon die ab September 2014 gültige Euro-6-Abgasnorm erfüllt, könnte nach einem Vorschlag des Bundesfinanzministeriums zudem für einen befristeten Zeitraum von der Kfz-Steuer befreit werden.
Die Welt zum Besseren verändern mit www.utopia.de
„Ich bin Axel Milberg und ich bin Utopist.“ Mit diesen Worten begrüßt der Schauspieler per Video-Botschaft die Besucher und bekennt sich zur unabhängigen Konsumentenplattform Utopia.de, einer Website für strategischen Konsum und nachhaltigen Lebensstil. Heute geht Utopia.de online und lädt mit einer Kombination aus Informations- und Community Plattform zum Mitmachen und Mitdiskutieren ein. Darüber hinaus ist die eigene Utopia-Stiftung angeschlossen, die sich beim Aufbau eines „Think-and-do-Tanks“ engagiert. Als Förderer gehen unter anderem der Hamburger Otto-Versand und das Naturtextilien-Versandhaus Hess Natur mit an Bord. Im Austausch mit Experten und Usern soll ein News- und Wissensarchiv zum Thema Nachhaltigkeit aufgebaut werden. Inhaltlich möchte Utopia.de Bewertungen und Tipps zu ökologischen und ethischen Produkten liefern, um seinen Lesern Informationen zu bewusstem Einkaufen und einem nachhaltigen und genussvollen Lifestyle zu bieten.
Vielen Dank an Christoph und den KarmaKonsum
Kinderarbeit bei GAP
Nach den Vorfällen um Mattel und andere US-Spielzeughersteller gibt es nun weitere Zwischenfälle. Ein indisches Unternehmen, das für GAP Textilien näht, hat auf Kinderarbeit gesetzt. Kinder erhielten z.T. keinen Lohn, wurden bedroht und hätten Schläge bekommen. Der britische Observer und ein Fernsehteam des WDR seien dem Unternehmen durch verdeckte Recherche auf die Spur gekommen. GAP kündigte daraufhin eine Untersuchung der Vorfälle an. Der TV-Bericht wird am heutigen Montag in der Sendung „markt“ ausgestrahlt.
H&M weitet Biobaumwollkollektion aus
Der Bio-Boom breitet von Lebensmitteln über Textilien und Kosmetik hin zu Möbeln aus. Zu Beginn geht es darum, Gesundes im Körper aufzunehmen, gefolgt von dem Wunsch Gesundes auf der Haut zu tragen. Schlussendlich folgt der Wunsch nach einem gesunden Umfeld. Das war eine zentrale Erkenntnis der OTTO-Trendstudie Konsumethik 2007. Nun gibt es erste Anzeichen dafür: H&M hat angekündigt, die im Frühjahr eingeführte Biobaumwollkollektion deutlich auszuweiten.
Helden der Umwelt
Veränderungen werden von Leuten getragen, die für Veränderungen kämpfen und sich einsetzen. Das TIME-Magazin portraitiert in der Special-Edition „Heroes of the Environment“ die wichtigsten „Leaders & visionairs“, „activists“, „scientists and innovators“ sowie „moguls and entrepreneurs“. Auch Angela Merkel ist darunter aufgrund ihres Engagement für das Kyoto-Protokoll.
Handel entdeckt den Karma-Kapitalismus
Wie die Lebensmittelzeitung vom 26.10.2007 berichtet, wird der Klimaschutz zum positiven Imagefaktor für den Handel und zum Verkaufsargument der Zukunft. So präsentierte die Tengelmann-Gruppe ihre Klimabilanz für das ganze Unternehmen. Und die Metro Group hat beim BCL-Logistikongress in Berlin ein Roundtable-Gespräch zum Thema „Nachhaltige Logistik“ veranstaltet. Dabei kommen zwei Entwicklungen zusammen: Steigende Kosten für Energie, Sprit und Transport zwingen zur Optimierung der Logistik. Gleichzeitig gibt es eine Wertschätzung der Konsumenten für mehr Klimaschutz. Laut Lebensmittelbranche gibt es aber trotzdem noch Steigerungspotenzial für den Handel: „Wo der Umweltschutz und soziale Verantwortung Mehrkosten oder potenzielle Umsatzeinbußen verursachen, tut sich die Branche noch schwer.“
Quelle: “Handel poliert sein Klima-Image” (Lebensmittelzeitung, 26.10.2007, Birgitt Loderhose)
Umweltfreundliche E-Mails
Der Stromverbrauch durch das Internet wird immer größer. Nach Angaben der New York Times verbraucht beispielsweise eine Suchanfrage bei Google so viel Strom, wie eine Elf-Watt-Energiesparlampe pro Stunde.
Darauf reagieren immer mehr Computerhersteller, indem sie ihr Angebot umweltfreundlich und nachhaltig korrekt ausrichten. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, will der deutsche Webhoster Strato AG ab 2008 seine Server ausschließlich mit umweltfreundlicher Laufwasserkraft betreiben.
Ein andere Variante ist die “CO2-freie E-Mail”, wie sie Greenpeace energy über die Website www.af-i.de anbietet. Wer möchte, erhält einen “20 MB grünen Speicherplatz” und kann von jetzt an umweltfreundlich E-Mails schreiben.
Stern: Gift im iPhone
Apple ist Klassenprimus im Design und benötigt beim Umweltschutz Nachhilfe: Wissenschaftler von Greenpeace haben das iPhone getestet und dabei gefährliche Chemikalien entdeckt, die bei vielen Handy-Herstellern schon längst verbannt wurden.
Deutsches Solarhaus gewinnt Architekturwettbewerb in Washington
In Washington zeigt eine Solar-Siedlung, dass umweltbewusst wohnen keine komplizierte Sache ist. Bedingung des damit ausgeschriebenen Architektur-Wettbewerbes war, dass die erzeugte Solarenergie den Bedarf eines amerikanischen Zwei-Familien-Haushalts samt Fernsehgerät und zwei Kühlschränken decken kann.
Wie die Welt berichtet stammt der Star und Sieger der Ausstellung “Solar Decathlon” aus Deutschland: Ein Team aus 5 Studenten der technischen Universität Darmstadt hat ein Haus entwickelt, dessen Energie vollständig durch Sonnenenergie gedeckt wird. Dabei liegt der Energieverbrauch des Hauses nie über dem Wert, den es erzeugen kann.
Die Sparsamkeit prämierte der US-Energieminister Samuel Bodman und ernannte das deutsche Modell zum besten der 20 präsentierten Häuser.
Neben dem Umweltgedanken war den Darmstädter Studenten jedoch auch wichtig, dass der Wohnraum als angenehm und praktisch empfunden wird. Deshalb haben sie unter anderem bewegliche Bodenplattformen eingebaut, in denen sich bei Platzbedarf Möbel verstauen lassen. Küche, Badezimmer und Technikbox sind in der Mitte des Hauses positioniert.
Um 10 Monate
reduziert sich die Lebenserwartung der Bevölkerung in Deutschland allein durch die Feinstaub-Belastung.
Quelle: WHO 2007
Emmissionsfrei mit Solar-Thermal-Ansatz
Schon in den 80er Jahren wurden in der Mojave Wüste in Israel die ersten Solar-Reflektoren gebaut. Noch heute produzieren sie zuverlässig 354 Megawatt (MW), jedoch zu nicht-wettbewerbsfähigen Preisen. Jetzt wird die Technologie massiv wiederbelebt. Der so genannte Solar-Thermal-Ansatz produziert keine Emissionen und keinen radioaktiven Müll. Er ist billiger als photovoltaische Zellen und produziert mehr Energie als Windkraftwerke. Zudem ist er kosteneffizienter als „saubere“ Kohlenkraft-Energie.
Friedensnobelpreis 2007 für Al Gore
Nachdem der Friedensnobelpreisträger 2006, Muhammad Yunus, auf dem 12. Trendtag zum Thema Karma-Kapitalismus als Keynote-Speaker vertreten war, geht der Friedensnobelpreis 2007 ebenfalls an einen Karma-Kapitalisten. Zusammen mit dem „International Panel on Climate Change“ (IPCC) erhielt der Ex-Vize-Präsident der USA kürzlich den Friedensnobelpreis 2007. Das IPCC sowie Al Gore sprechen sich seit Jahren für mehr Bewusstsein über die Folgen des Klimawandels aus. AL Gore’s Film „Eine unbequeme Wahrheit“ hat wesentlich dazu beigetragen die amerikanische Bevölkerung über die Folgen des Klimawandels aufzuklären. Dadurch nahm Druck auf die Bush Regierung zu, ihre Klimapolitik zu korrigieren.
Wirtschaftswoche: Moral bringt Profit
Die aktuelle Wirtschaftswoche greift das Thema des 12. Trendtags auf und berichtet im Titelthema über die Chancen des Karma-Kapitalismus.
Beim Goethe-Institut hat der Kapitalismus per se ein schlechtes Karma
Marcus Hawel setzt sich für das Goethe-Institut soziologisch-kritisch mit dem Thema des 12. Trendtags, Karma-Kapitalismus, auseinander. Er schreibt: Karma-Kapitalismus ist nur etwas für Konsumenten, die nur willens, sondern finanziell auch in der Lage sind, faire, d.h. höhrere Preise für Waren zu bezahlen. Geiz ist selbstredend nicht geil. Aber wer auf dem Niveau von Hartz IV lebt – als Arbeitsloser oder Billiglöhner – kann sich von gutem Karma nicht beeindrucken lassen. Karma-Kapitalismus könne man laut Hawel daher auch eher verstehen als die permanente Widergeburt des Kapitals.
Wenn das gute Gewissen ein reines Luxusproblem ist, stellt sich die Frage, warum gerade die Discounter wie Lidl sich dieses Themas so stark annehmen? Diejenigen, die jahrelang am stärksten die Preise gedrückt haben und nicht für fairen Umgang mit Mitarbeitern und Zulieferern bekannt waren, ändern jetzt tatsächlich ihr Verhalten.
FAZ: "Selbstverwöhnung statt Weltverbesserung"
Die FAZ berichtet in einem umfassenden Artikel über das Phänomen Öko. Der Artikel stellt die OTTO-Trendstudie Konsumethik 2007 vor und zeigt, wie die drei Generationen mit dem Thema umgehen.
Risiko made in China
Der aktuelle Rückruf von über 18 Millionen Mattel-Spielzeugen beweißt erneut die unternehmerische Notwendigkeit der Einhaltung höchster Gesundheits- und Sicherheitsstandards. Der Konsument erwartet zunehmend, dass sich ein Unternehmen um ein gutes, gesundes Umfeld kümmert. Dabei spielt der Gedanke des guten Karmas als Investition eine entscheidende Rolle. Der Vertrauensverlust durch Skandale wiegt sehr schwer. Die Unbedenklichkeit der Produkte wird angekratzt. Da werden wohl auch Image-Anzeigen nichts daran ändern.
Grüne Autos kommen aus Japan – noch?
Der Verkehrsclub Deutschland veröffentlichte gestern seine Studie zu den umweltverträglichsten Autos. Die „Auto-Umweltliste“ noch immer von japanischen Modellen wie dem Honda Civic Hybrid und dem Toyota Prius angeführt, doch verbesserten sich deutsche Marken wie Audi, BMW und Volkswagen bei den Kriterien CO2 –Ausstoß und Verbrauch im Gegensatz zu den Vorjahren.
Hermann-Josef Vogt vom VCD-Bundesvorstand begrüßte die positive Entwicklung auf dem deutschen Automarkt hin zu verbrauchsärmeren Pkws. Er kritisierte jedoch auch, „dass die deutschen Autobauer neben ihrer neu entdeckten Liebe zur Umwelt gleichzeitig den Absatz von geländegängigen Luxuslimousinen mit extrem hohen Verbrauchswerten vorantreiben“. Die von der Antoindustrie angestrebte Reduktion des CO2 –Ausstoßes ihrer Neuwagen in Europa bis 2008 auf 10 Gramm pro Kilometer, wird den Prognosen nach ebenfalls deutlich verfehlt.
Wie auch Melanie Wassink im Hamburger Abenblatt bemerkt, ist es blamabel für die deutschen Autobauer in Sachen Klimaschutz von anderen Nationen abgehängt zu werden, zeichnet sich doch schon seit geraumer Zeit der Trend ab, dass das ökologische Gewissen beim Autokauf eine immer zentralere Rolle spielt. Seitdem die Klimakrise durch Projekte wie „Life Earth“ oder den Film „An Inconvenient Truth“ von Al Gore verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt ist, „dürften sich Ökotechnologien für Autobauer inzwischen auch wirtschaftlich lohnen“ (SPIEGEL), denn der Käufer möchte konsumieren – aber mit gutem Gewissen. Bisher schienen deutsche Autohersteller das neue grüne Bewusstsein jedoch gründlich verschlafen zu haben. Nun ist es an der Zeit ernsthaft dem Klimawandel entgegen zu steuern und mit cleveren technischen Ideen dem Ruf deutscher Ingenieurskunst nachzukommen.
Bio Power auf der Anuga
Anuga, die Fachmesse der Food & Beverage-Welt, hat eine neue Fachmesse ins Leben gerufen: die Anuga Organic. Auf dieser Plattform präsentieren sich Bio-Anbieter aus aller Welt mit ihren Produkten. Das “Bio-Kompetenzzentrum” mit Fachvorträgen, Beratung, Workshops sowie die Sonderschau “Voll Bio!” runden das Profil ab.
Die Entdeckung der Langsamkeit
Der Brite Ed Gillespie umrundet die Welt per Schiff und Bahn. Für ihn und viele Gleichgesinnte ist Langsamkeit keine Einschränkung, sondern eine Rückkehr zum eigentlichen Sinn des Reisens – in die Welt einzutauchen, statt darüber hinwegzufliegen. Gleichzeitig verstärkt die Klimadebatte die Nachfrage nach umweltverträglichen Reisen.
Quelle: Spiegel Online vom 24.07.2007
Berliner Morgenpost: Gourmets setzen auf Bio-Kost
Wer in den angesagten Stadtteilen von London oder New York beim Restaurantbesuch auf organisch angebaute Nahrungsmittel nicht verzichten möchte, hat dort eine reiche Auswahl. Szene-Restaurants sehen sich genötigt, ihrer Kundschaft, darunter immer mehr Vegetarier, Bio-Food anzubieten. Auch hochpreisige Luxus-Marken gibt es dort bereits im Bioladen – Entwicklungen, die in Deutschland noch in den Kinderschuhen stecken.
“Deutschland ist das Land mit den billigsten Lebensmitteln in ganz Europa”, sagt Trendforscherin Stefanie Bierbaum vom Trendbüro Hamburg. Sie weist darauf hin, dass der Bio-Trend in England schon länger und intensiver als in Deutschland anhält, und dort auch die Restaurants und Schnellrestaurants einbezieht. “Ich bin daher sicher, dass im kommenden Jahr auch in Deutschland Restaurants verstärkt auf organische Lebensmittel setzen werden.” Auch vegetarische Restaurants und Gaststätten, die auf Lebensmittel aus der Region setzen, werden zahlreicher. “Bei Konsumenten in Deutschland setzt ein Umdenken ein”, so Bierbaum.
Der Tagesspiegel: Koffein für lange Tanznächte
In der alternativen Clubszene von Berlin, Hamburg oder Köln ist Club-Mate die neue Bionade. Ein Getränk, auf das sich Träger von Röhrenjeans und Schlaghosen einigen können. Beim Berliner Gastronomiezulieferer Getränke Rössler haben sich die Verkaufszahlen im vergangenen Jahr verdreifacht, sagt Prokuristin Carola Ziehm. Auch bei Getränke Hoffmann, mit 174 Filialen größter Getränkeeinzelhändler Berlins. Günter Kommerowski, Verkaufsleiter beim größten Hamburger Getränkegroßhändler Getränke Göttsche, hat auch eine Erklärung für den Erfolg: „Die Leute mögen Jungs, die von der Seite einsteigen. Deshalb trinken sie Bionade, Fritz-Kola oder Club-Mate.“
Paris by bike
Springwise macht uns darauf aufmerksam, dass in Paris mit Vélib (Velo + liberté) derzeit ein großes Fahrrad-Verleih-Netzwerk aufgebaut wird. Zum Launch am vergangenen Wochenende standen 10.000 Fahrräder an 750 Stationen zur Verfügung. Ende 2007 sollen es mehr als 1.400 Stationen werden. Fahrräder sind ab 1,- Euro pro Stunde erhältlich.
Hinter Vélib steht die Idee, die Umweltbelastung zu minimieren und die Fitness der Pariser zu steigern. Betreiber ist der Outdoor-Werbevermarkter JCDecaux, der sich darüber den exklusiven Zugang zu mehr als 1.500 Werbeplakaten in Paris sichert.
Kiva.org vergibt Mikrokredite per Mausklick
Mit Kiva.org können User Geschäftsideen von Kleinunternehmern in aller Welt einsehen und diese mit einem Mausklick unterstützen. Per Paypal kann jeder binnen weniger Minuten Mikrokredite vergeben. Kiva.org ist seit fast 2 Jahren online und hat ein Kreditvolumen von mehr als 4 Mio. Dollar erreicht.
Fahren mit Frittenfett
Wer so viel Frittierfett verbraucht wie McDonald’s muss sich auch um effiziente Entsorgung Gedanken machen. Im UK wird der Schnellrestaurant-Betreiber sein ausrangiertes Frittieröl wiederaufbereiten und als Biodiesel in seiner Fahrzeugflotte einsetzen. Dadurch sollen laut McDonald´s jährlich 1700 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Dies entspreche dem Jahresausstoß von 2400 Autos.
CO2-Bilanz auf Lebensmitteln
Mangoomangoo weist uns auf eine Studie von Accenture hin. Danach achten Konsumenten auch im Supermarkt zunehmend auf Nachhaltigkeit. Für 70 Prozent der Deutschen wäre die Angabe, wie viel klimaschädliches CO2 für Herstellung, Logistik und Verpackung einer Ware ausgestoßen wird, ein wichtiges Kriterium beim Lebensmittelkauf. Neun von zehn Verbrauchern wünschen sich mehr Produkte aus der Region, die keine langen Transportwege hinter sich haben (89 Prozent). 75 Prozent gehen eher zu Händlern, denen sie umweltbewusstes Verhalten unterstellen.
Wie schon die OTTO-Trendstudie Konsum-Ethik ergab, ist das Bewußtsein für Öko-Produkte besonders in der Babyboomer-Generation stark ausgeprägt.
79 Prozent der über 60-Jährigen würden eine Kennzeichnung begrüßen, wie die CO2-Bilanz eines Produkts aussieht. Fast jeder Boomer legt Wert auf Lebensmittel, die aus der Umgebung stammen (97 Pozent). Das Umwelt-Image des Händlers beeinflusst knapp 80 Prozent der Befragten in dieser Altersgruppe.
Die Generation der Netzwerkkinder wird jedoch als Nachhaltigkeitsmuffel ausgemacht. Die OTTO-Trendstudie zeigte jedoch, dass diese Altersgruppe stärker auf soziale Werte wie Fairtrade achtet.
www.mangoomangoo.de/50226711/co2bilanz_bei_lebensmitteln_ja_bitte.php
Kampf dem „E-Waste“
Greenpeace hat zum vierten Mal seine Einstufung von Elektronik-, Handy- und Computer-Herstellern herausgebracht.
www.greenpeace.de/themen/chemie/nachrichten/artikel/elektroschrott_steter_tropfen_hoehlt_den_stein
Mit gutem Karma läufts sich besser
Das Image von Nike ist einerseits durch Michael Jordan geprägt, andererseits durch die immer wieder aufkommenden Vorwürfe, Nike ließe in Niedriglohnländern von Kindern produzieren. Eine neue PR-Kampagne bestätigt nun unzureichende Produktionsstandards und verkündet einen visionären, selbstverpflichtenden Aktionsplan für die nächsten Jahre.
Bis 2011 will Nike die Arbeitsbedingungen in den weltweiten Kontraktfirmen deutlich verbessern, klimaneutral produzieren, nachhaltige Produktdesigns und Innovationen fördern und – nicht geringeres – als der Jugend sportliche Betätigungen näher bringen.
Mark Parker, Nike Präsident und CEO sagte dazu: “We see corporate responsibility as a catalyst for growth and innovation… ...It is an integral part of how we can use the power of our brand, the energy and passion of our people, and the scale of our business to create meaningful change.”
frog design mind: The Designer's Dilemma
The frog design mind newsletter deals with green issues in relation to design: “Changing the way we think about design to better tackle the challenges of environmentalism”.
MTV startet weltweite Klimawandel-Kampagne
Der Musiksender MTV startet eine umfassende, weltweite Kampagne zum Thema Klimawandel. Die Aktion soll von zahlreichen prominenten Künstlern unterstützte werden. Darunter befinden sich Musiker wie Enrique Iglesias, Sophie Ellis-Bextor, Shaggy sowie die Gruppe Good Charlotte. Die Künstler werden in einer Serie von 40 Promo-Videos erscheinen, in denen die Zuseher dazu aufgefordert werden, die Webseite von MTV Switch zu besuchen. Dort werden jede Tipps gegeben, wie jeder Einzelne dazu beitragen kann, das globale Klima zu schützen.
Spiegel Online: Heitere Apokalypse
Konsumenten entscheiden immer häufiger nach ethischen Kriterien. Architekten und Designer entwerfen für die neuen Ökos recycelbare Häuser, Möbel aus Resten und Kleider aus Soja. Kulturwissenschaftler beobachten das Entstehen eines “moralischen Markts”.
FT: P&G to concentrate on less packaging
Procter & Gamble on Tuesday threw its weight behind growing environmental efforts to reduce excess packaging, with plans to switch its entire $4bn (€2.94bn) North American liquid detergent output to smaller bottles of double concentrate.
The move comes as Wal-Mart, P&G’s largest customer, is pushing its suppliers to cut packaging by at least 5 per cent. In Europe, Tesco and other big supermarket chains have also said they want to cut the amount of packaging.
Source: Financial Times, May 2007
Research & Results: Kapitalismus mit neuen Spielregeln auf dem 12. Trendtag
Ethische Maßstäbe wird der Karma-Kapitalismus auch Unternehmen auferlegen, die eher er klassichen kapitalistischen Sphäre entstammen. Denn, da waren sich Norbert Bolz und Gastgeber Peter Wippermann einig, die Konsumenten sind dabei, nach Werten anstelle von – immer niedrigen – Preisen zu suchen. Dabei nehmen die Konsumenten die Unternehmen selbst ins Visier, und diese müssen unter anderem soziale Verantwortlichkeit beweisen.
Quelle: Research & Results
Yunus im Careclub
Schon früher haben wir über den Careclub berichtet. Nun hat Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus feierlich den Kopf gedrückt und das einzigartige Charity-Shopping-Portal online geschaltet.
Wirtschaftswoche: Barrieren im Kopf
„Karma Kapitalismus – Werte statt Preise“: Im österreichischen Eisenstadt wappnet sich der Manager-Nachwu”chs für die Zukunft. In Seminaren sollen Studenten neue Ideen entwickeln, um Veranstaltungen wie den G8-Gipfel – inklusive der Proteste dagegen – überflüssig zu machen.
Sueddeutsche: Wir sind grün, aber hipp!
Die Erkennungsmerkmale des modernen Lifestyle-Ökos sehen so aus: in der Geldbörse eine Mitgliedskarte vom nahen Biosupermarkt, im Badezimmer Dr. Hauschka Kosmetik, im Kühlfach ein Sixpack Bionade und im Schrank mindestens ein Dutzend T-Shirts von American Apparel.
Der junge, ambitionierte Besserverdiener (gern kreativschaffend) macht derzeit einen auf Grün. Das unausgesprochene Motto: konsumiere mit gutem Gewissen – dann hast du doppelt so viel Spaß. Und der Shopping-Kater bleibt aus.
Der Trendforscher Peter Wippermann erklärt sich den Siegeszug von ,,Ethical Fashion‘‘ so: ,,Es geht um das gute Gefühl beim Kaufen, nach dem sich immer mehr Menschen sehnen. Je amerikanischer unser Leben wird, desto mehr verlagert sich Politik in den Konsum. Da bin ich der Entscheider und kann, wenn auch nur im Kleinen, was bewegen.‘‘
Bionade wirbt mit "Stillen Taten"
Wenige Tage vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm hat der fränkische Limonadenproduzent Bionade eine bundesweite Plakatkampagne in 15 Großstädten gestartet. So ungewöhnlich wie das gebraute Getränk, so ungewöhnlich soll auch der erste größere Werbeauftritt sein. Der Claim: „Bionade. Das offizielle Getränk einer besseren Welt.“
Spiegel Online: Geiz war geil
Es war der bekannteste Werbeslogan der vergangenen Jahre. “Geiz ist geil” traf die Konsumstimmung der Deutschen mitten im Herz, die Elektromarktkette Saturn versinnbildlichte damit die Mentalität des gesamten Landes. Billig, billig, billig – das war die Philosophie während des langen konjunkturellen Tiefs der letzten Jahre. Doch damit ist jetzt Schluss. Saturn trennt sich nach fünf Jahren von seiner bisherigen Werbeagentur Jung von Matt. Den Auftrag erhält Konkurrent Scholz & Friends, ab Oktober soll das neue Werbekonzept starten. So ganz wird Saturn mit dem “Geiz-ist-geil”-Konzept zwar nicht brechen; Branchenkenner gehen davon aus, dass es nur weiterentwickelt werden soll. Trotzdem ist die Nachricht eine Zäsur.
“Die reine Orientierung am Preis ist überholt”, sagt Peter Wippermann, Gründer des Hamburger Trendbüros. “Heute geht es um Werte statt um Preise. Die Kunden wollen in ein Produkt wieder Vertrauen haben.” Diese Einstellung ist auch bei Unternehmen wie Mediamarkt und Saturn angekommen. Wippermann hat beobachtet, dass sie “seit einiger Zeit versuchen, den Servicegedanken zu verstärken”. Schließlich beeinflussen auch andere Kriterien jenseits des Preises die Kaufentscheidung. Wie hoch ist der Energie- und Wasserverbrauch eines Produkts? Gibt es Umweltbedenken? Und, so formuliert es Wippermann ganz allgemein: “Wie verhält sich ein Unternehmen zu den großen Problemen dieser Welt?” Das Trendbüro propagiert deshalb einen ganzheitlichen Ansatz: “Der Preis allein ist nicht mehr das entscheidende Kriterium.”
FTD: Mit gutem Gewissen in den Konsumrausch
Prinz Charles steht unter Verdacht, George Clooney sowieso und jetzt sogar Peter Maffay: Alle drei könnten Lohas sein. Und sie sind nur die Spitze des Eisbergs. Die Liste an Prominenten, die angeblich oder tatsächlich Lohas sind, ist lang, glaubt man entsprechenden Internet-Seiten und Blogs. Lohas steht für “Lifestyle of health and sustainability”, also “gesunder und nachhaltiger Lebensstil”. Lohas schätzen Bio-Äpfel und fair gehandelten Espresso, sind aber keine klassischen Ökos. Sie mögen schönes Design und kaufen gerne ein, besonders gerne schicke und gleichzeitig ethisch korrekt erzeugte Waren. Konsum macht ihnen am meisten Spaß, wenn er ihnen auch ein gutes Gewissen verschafft.
Lohas scheinen die optimale Zielgruppe für Unternehmen zu sein, die Corporate Social Responsibility (CSR) gelungen umsetzen. Nur leider sind sie schwer fassbar: Lohas gleichen einer Wundertüte, und das seit sieben Jahren. Auslöser ist eine Studie der US-Soziologen Paul Ray und Ruth Anderson. Demnach ließen sich 2000 rund 50 Millionen Amerikaner dem Lohas-Lebensgefühl zuordnen, Tendenz steigend. Das US-Marktvolumen für entsprechende Produkte schätzten die Autoren auf 230 Mrd. $. Die Lohas beginnen vor allem in den USA, Karriere zu machen. Moralischer Hedonismus ist in: Heute gibt es einen Kongress, eine Zeitschrift, zahlreiche Webseiten – und eben Lohas-Promis.
Die Welt: Karmaprodukte – Wie Designer beim Entspannen helfen
Produkte müssen heute mehr sein als nur nützlich und schön. Ob Kleider, Möbel oder Badezimmer – Design will derzeit vor allem eins: Beim Entspannen helfen.
Im Restaurant, im Yoga-Studio, sogar im Vorzeigeladen der Deutschen Bank in der Berliner Friedrichstraße – Buddha ist auf einmal überall. Und was sollen die Kerle hier? Nach ein bisschen Meditieren kann man nur auf eine Antwort kommen: Für Ruhe sorgen. Die wahlweise dicken oder dünnen Buddhas sind nämlich Maskottchen einer fernöstlich Ruhebewegung, die die Designwelt erfasst hat. Da verwandeln sich Badezimmer mittels Kaminen, Duftölzerstäubern und Dampfduschen in Privat-Spas. Sofas wiederum werden zu XXL-Kuschellandschaften und triste Rasenstücke zu Zengärten.
Trendtag bei Treehugger
Christine Lepisto von Treehugger war beim Trendtag in Second Life zu Gast. Sie hat zwei Artikel veröffentlicht. Trend Day in Second Life: The Eco Way to Travel beschäftigt sich mit dem virtuellen Trendtag und virtuellen Konferenzen in Second Life. Wisdom from Sustainability Leaders fasst die Vorträge von Muhammad Yunus, Peter Head und Josephine Green zusammen.
Trendtag in Second Life
Bernd Schmitz zeigt in seinem Multimediablog ein kurzes Video vom 12. Trendtag in Second Life.
"Wer unmoralisch ist, wird keinen Erfolg haben"
Interview tv diskurs (herausgegeben von der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen) mit Peter Wippermann vom Hamburger Trendbüro.
Technische Kontrolle, allumfassende Daten und das Ende des Privaten: Gehören Kabelfernsehen und Videorekorder, die neuen Medien der 80er Jahre, schon bald ins Museum? Wird die Wissenschaft immer trivialer, weil junge Forscher bei Google nachschlagen, statt in der Bibliothek zu recherchieren? Unsere Datenspuren – das zumindest scheint sicher – werden mehr und mehr zunehmen. Offenbart sich hier die schöne neue Welt oder verbirgt sich dahinter ein Horror für Individualisten und Intellektuelle?
Prof. Peter Wippermann im Interview mit Körper, Geist & Seele Online: "Karma für Kapitalisten"
Die KGS (Körper, Geist & Seele Online) beschäftigt sich mit gesellschaftlichen Entwicklungen, Spiritualität und ganzheitzlichem Denken. Im Gespräch mit Prof. Peter Wippermann zum Thema des 12. Trendtages “Karma-Kapitalismus” auseinander.
Die Welt: Jeder dritte Autofahrer erwägt Kauf eines Hybridfahrzeugs
Knapp jeder dritte Verbraucher in Deutschland plant beim Kauf seines nächsten Autos, “bestimmt beziehungsweise mit großer Wahrscheinlichkeit” ein Hybridfahrzeug zu erwerben. Das berichtete die “Welt am Sonntag” unter Berufung auf eine repräsentative Infratest-Umfrage im Auftrag des Autozulieferers Continental AG unter 1000 Autofahrern.
Second Life Portal: “Den Gegenüber ernst nehmen” – Prof. Peter Wippermann über Karma-Kapitalismus und Second Life
Am 8. Mai fand der Trendtag des Trendbüros im Hamburger Curio-Haus sowie parallel im CCC in Second Life zum Thema „Karma-Kapitalismus“ statt. Trotz einiger technischer Start- und Sprachprobleme verfolgten über 20 Avatare die Vorträge von namenhaften Referenten wie Prof. Bolz, Prof. Yunus, Dr. Bosshart und dem Gründer des Trendbüros Prof. Peter Wippermann, der sich als PeterWipper Mannonen dem virtuellen Publikum in einer offenen Fragerunde stellte. Thema des diesjährigen Trendtages war das Phänomen „Karma-Kapitalismus“, in dem die soziale Vernetzung eine große Rolle spielt. Keynote-Speaker war der Friedensnobelpreisträger Muhammed Yunus, der als „Social Entrepreneur“ durch die Vergabe von Mikrokrediten an die Ärmsten bekannt wurde.
The Eightfold Blog: Karma Capitalism Conference Part 1 – What We Will Make
It might be cold and cloudy over Hamburg, but Trend Buero’s Trend Day today infused a sense of energy and light for those of us who had the great fortune of attending. Entitled Karma Capitalism: Values instead of Prices, the day featured top speakers from across Europe to delve into the single most important issue of this blog: the transformation of business into a conscious and social entity in the 21st century.
The overriding conclusion from the day is that Karma Capitalism is the future we should fight for if we want to avoid further ethnic conflict, environmental distress, famine, war and economic polarization. Innovative companies will engineer change by discovering profit is possible if we shift: what we will make, how we will make it, who will make it, and why we will make it.
David Report Blog: German Trend Day in Second Life
Yesterday I visited the German Trend Day in Second Life. The agency Trendbüro invited 40 persons (that for one reason or another did not have the possibility to visit the real conference in Hamburg) to the Corecon Convention Center. It was a nice experience to take part of the conference through my laptop. Norbet Bolz was first out talking about Karma Capitalism as a new and caring capitalism which I very much is putting my vote on as well. He mentioned that it doesn’t has nothing to do with Asian ancient wisdom, it is more about creating a karma in everyday life, by ethical shopping among other things.
Nobel Peace Prize Winner Prof. Muhammad Yunus were talking about the banking system in his little small village in Bangladesh. How he reversed the system and gave money to women instead of men, to the poor instead of the already rich. He then mentioned that 2/3 of the people on earth are not qualified to have business with a regular bank. It was also interesting to listen to his description of social businesses compared to business with a focus to make money. According to Muhammad Yunus the two will never meet. You invest in social business to achieve ethical goals. Though, you will get your initial money back in the end, if you make profits it will go back to the business. He was also asking for a new social stock market were you do good, where you can change the world. If you are just into money, go to the ordinary stock market. Muhammad Yunus sees every social problem as a business opportunity. I like his vision – we CAN create poverty free world. In all it was a very interesting talk.
Friedensnobelpreisträger Yunus appelliert an G-8-Nationen
Vier Wochen vor dem G-8-Gipfel in Heiligendamm hat der Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus von der Politik strukturelle Änderungen zur Bekämpfung von Armut gefordert. „Die Samen für die Armut liegen in den Institutionen, nicht in den Menschen“, sagte der Gründer der Grameen Bank aus Bangladesch beim 12. Deutschen Trendtag am Dienstag in Hamburg. „Wir sollten das Wirtschaftssystem in unserer Welt verändern“, sagte der Wirtschaftswissenschaftler und forderte Rahmenbedingungen für eine soziale Geschäftswelt.
Yunus sieht die Zukunft in einem finanziellen System, das alle einschließt und keinen zurückweist. „Kredite sollten als Menschenrecht akzeptiert werden“, sagte der Wirtschaftswissenschaftler in seiner Rede und verwies auf die Erfolge der von ihm in Bangladesch gegründeten Grameen Bank. Sie vergibt Mikrokredite an Arme und verhilft ihnen damit zu Beschäftigung. „64 Prozent der Menschen, die bei der Grameen Bank Geld geliehen haben, haben die Armutsgrenze überschritten“, betonte der Banker.
Hamburger Abendblatt: Die Vision vom guten Kapitalismus
Für eine Trendwende im wirtschaftlichen Denken haben gestern beim 12. Trendtag in Hamburg Experten aus Wirtschaft, Werbung und Kommunikationswissenschaft plädiert. Beim Hauptthema “Karma-Kapitalismus” ging es im Curiohaus darum, warum soziale Verantwortung – “Social Responsibility” – ein zentrales Unternehmensziel werden muss.
“Guter Kapitalismus” klinge gerade heute unwahrscheinlich, sagte Dr. David Bosshart vom schweizerischen Gottfried-Duttweiler-Institut zu Beginn. “Aber nicht die Wirtschaft ist gnadenloser oder korrupter geworden. Was sich verändert hat, ist unsere Sensibilität.” Von einem guten Management werde heute mehr erwartet als technisch gute Produkte. Kunden wendeten sich nicht nur als Konsumenten, “sondern auch als Bürger an die großen Unternehmen – mit der Erwartung, dass sie etwas für den Zustand der Welt, der Community oder wenigstens für ihre Mitarbeiter tun. Das ist geschichtlich neu.”
«Karma-Kapitalismus» statt Heuschrecken. Ökosiegel und Sozialstandards statt «Geiz ist geil»: Einkaufen mit sozialem Gewissen liegt im Trend
«Alle reden von Heuschrecken. Wir nicht. Es wird heute von gutem Kapitalismus die Rede sein», sagte Prof. Norbert Bolz von der Technischen Universität Berlin zur Eröffnung des 12. Deutschen Trendtages in Hamburg. Das klinge in einer Welt von Enron, Siemens und Hedge-Fonds sehr unwahrscheinlich. «Doch in Zukunft werden sich nur noch Produkte durchsetzen können, die einen spirituellen Mehrwert besitzen», prognostizierte der Professor für Medienwissenschaft.
Die Kunden hätten ein neues Verhältnis zum Konsum entwickelt. «Sie wollen nicht nur ihre Bedürfnisse befriedigen, sondern auch mit gutem Gewissen einkaufen», sagte der Leiter des Hamburger Trendbüros, Prof. Peter Wippermann. In Zeiten der Globalisierung machten sich viele Menschen Gedanken darüber, ob Produkte in Billiglohnländern unter menschenunwürdigen Zuständen hergestellt werden. «Immer mehr Menschen fragen sich, wie wir das ändern können. » Früher hätte man Fragen wie Nachhaltigkeit im Energie- und Wasserbereich und soziale Verantwortung an den Staat und die Politik gestellt. «Da sich der Staat aber aus diesen Bereichen immer mehr zurückzieht, werden diese Fragen heute an die Unternehmen gestellt», meinte Wippermann.
Die Zeit: "Wir können die Armut abschaffen"
Der Friedensnobelpreisträger und Gründer der Grameen Bank, Muhammad Yunus, ist davon überzeugt, dass die Armut in der Welt abgeschafft werden kann. 64 Prozent seiner Mikrokredit-Kunden in Bangladesch hätten den Weg aus der Armutsfalle geschafft.
“Die Armut ist nicht im Menschen verankert. Wir können eine Welt schaffen, in der es keine Armut mehr gibt”, sagte Yunus beim 12. Deutschen Trendtag. Als Beispiel nannte der 66-Jährige seine Heimat Bangladesch, wo mittlerweile 80 Prozent der Armen einen Mikrokredit von der Grameen Bank erhalten haben. Die Rückzahlungsrate der Kredite liege bei 99 Prozent. “Die Frage ist nicht, ob die armen Menschen kreditwürdig sind, sondern ob die Banken menschenwürdig sind”, meinte der Friedensnobelpreisträger.
Als er 1976 die Grameen Bank gründete, hätten Kritiker gesagt, das Geld würde er nie wiedersehen, weil arme Menschen nicht kreditwürdig seien. “Heute sage ich: Das ist eine Lüge, ich mache es jeden Tag.” Das Problem bestehe darin, dass konventionelle Banken nur Menschen Geld leihen, die bereits Geld besitzen oder Sicherheiten haben. “In einer Welt, die von Geld regiert wird, existiert man nicht, wenn man kein Geld hat”, sagte Yunus. Dabei gehörten die Armen zu den Menschen, die am härtesten arbeiten. “Wenn diese Menschen die Möglichkeit haben, an Geld zu kommen, dann ändern sich die Dinge.” Mit den Mikrokrediten könnten sie sich mit einem kleinen Laden oder einem Webstuhl selbstständig machen.
“In Bangladesch haben es 64 Prozent unserer Kunden geschafft, aus eigenen Kräften aus der Armut herauszukommen”, sagte Yunus. Mit einem Programm für Bettler hätten sogar 10 Prozent von ihnen mit dem Betteln aufgehört. “Es sind nicht die Armen, die die Armut schaffen. Die Armut wird geschaffen von den Institutionen.” Leider hätten viele Menschen auf der Welt nicht die Chance, ihre Gaben zu nutzen. Die ersten Kunden der Grameen Bank konnten noch weder lesen noch schreiben. “Ihre Kinder haben sie jedoch zur Schule geschickt. Und siehe da: Sie gehören zu den Klassenbesten!”
Die Welt: Trendtag entdeckt das Soziale – Die Zukunft gehört dem Karma-Kapitalismus
Von possierlichen Tierchen wie Heuschrecken ist Dienstag im Curio-Haus nicht die Rede gewesen – auch wenn es um Kapitalismus ging. Denn die Zukunft gehört Trendforscher Peter Wippermann zufolge dem Karma-Kapitalismus, das Thema des zwölften Trendtages.
Darin sehen Forscher die Anfänge einer neuen Unternehmenskultur. Nicht alleine der Preis eines Produktes zählt, sondern seine Werte, ob es unter ökologisch vertretbaren und menschenwürdigen Bedingungen hergestellt wurde. Ein gutes Karma steigert das Kapital. Mit spirituellem Hokuspokus haben diese Thesen nichts zu tun. Ein handfestes und erfolgreiches Beispiel brachte der prominenteste Redner des Trendtages, der Friedensnobelpreisträger 2006 Muhammad Yunus. Der Gründer der Garmeen Bank ist Vorreiter der Mikrokredit-Bewegung. Er vergibt seit 1976 Kleinstkredite an Arme, ohne Sicherheiten aber mit Zinsen. Und die Kreditnehmer werden Anteilseigner der Bank.
Die Begeisterung über seine Ideen war im Konferenzsaal schon während des Vortrages zu spüren. Hinterher applaudierten die Zuhörer minutenlang stürmisch.
Spiegel Online: "Menschen sind keine Geldmaschinen"
Er ist der Protagonist einer neuen sozialen Marktwirtschaft. Im Interview mit Spiegel Online erklärt der Nobelpreisträger Muhammad Yunus, was Manager wirklich verdienen dürfen, wie der Kapitalismus reformiert werden kann und warum Mikrokredite den Armen mehr helfen als Geldgeschenke.
Letzte Restplätze für den Trendtag in Second-Life am 08. Mai zu vergeben!
Trendbüro bietet 40 Gästen die einmalige Gelegenheit am 12. Trendtag in der virtuellen Welt von Second-Life teilzunehmen. Der Friedensnobelpreisträger 2006, Muhammad Yunus, sowie sechs weitere Topreferenten stellen den aktuellen Trend „Karma-Kapitalismus – Werte statt Preise“ vor.
Zum Konferenzprogramm gehört auch ein Question&Answers in der Mittagspause, in dem Prof. Peter Wippermann realen und virtuellen Teilnehmern Rede und Antwort steht.
Melden Sie sich formlos und mit Avatar-Namen per Email unter ein. Wir laden Sie in die nicht-öffentliche Second-Life-Gruppe „Karma-Capitalism“ ein. Anschließend müssen Sie sich nur noch mit ihrem Avatar am 08.05. ab 0830h ins Corecon Convention Center begeben.
Tu Gutes – und verdiene besser
Trendforscher sehen Anfänge einer neuen Firmenkultur: Nicht allein der Preis eines Produkts zählt, sondern auch, ob es unter menschenwürdigen und ökologischen Bedingungen hergestellt wurde.
Nicht dem “Raubtierkapitalismus” gehört die Zukunft, sagt der Hamburger Trendforscher Peter Wippermann, sondern dem “Karma-Kapitalismus”. Der Begriff steht nicht für den Einzug der Klangschalen-Esoterik in die Vorstandsetagen. Gemeint ist unternehmerisches Denken, das sich an Wirtschaftlichkeit orientiert, sie aber mit sozialer Mitverantwortung und Nachhaltigkeit verbindet. Dies ist eine der überraschendsten Ideen, die morgen beim “12. Trendtag” im Curiohaus diskutiert werden. Prominentester Gastredner ist der Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus. Der Vorreiter der Mikrokredit-Bewegung hat es mit seiner Grameen-Bank in Bangladesch vorgemacht: Eine ethische und nachhaltige Geschäftsidee gewinnt die Armen als Kunden.
„Lebt grün! Und habt Spaß!“
US-Gouverneur Arnold Schwarzenegger setzt als tatkräftiger Klima-Politiker weiter Akzente. Als weltweit achtgrößte Volkswirtschaft hat der Bundesstaat Kalifornien eine Vorreiterrolle in der amerikanischen Klimapolitik eingenommen.
In einem Artikel für die Zeitung DIE WELT schrieb Schwarzenegger: „Die Klimakrise als eine Chance zu erkennen und zu nutzen – für Investitionen, saubere und grüne Technologie und Arbeitsplätze – ist eine Frage von Führung.“ Gleichzeitig distanzierte er sich deutlich von der Politik der Bush-Administration: „In Kalifornien haben wir da weitergemacht, wo die Bundesregierung in Washington – in ihrem Versagen, zu führen – aufgehört hat.“
Zuvor hatte Schwarzenegger in der BILD am Sonntag in einem Interview angemerkt, auch Deutschland könne „immer noch mehr tun.“ In einem so sensiblen Bereich wie der Umwelt müsse man „nach den Sternen greifen“, um größtmögliche Wirkungen zu erzielen. „Es geht ja schließlich um die Zukunft unserer Erde.“
Für Schwarzenegger geht es aber auch um einen attraktiven grünen Lebensstil: „Oft sind sparsame Autos sparsam im Design. Sie sind nicht die Sorte Auto, das der ‚Terminator’ fahren würde! So wie ich wollen viele einen sexy Sportwagen mit Schaltknüppel. Aber wir wollen auch grün sein.“ So fährt Schwarzenegger neuerdings einen Hummer mit Wasserstoff und stellte vor kurzem in der MTV-Show „Pimp my Ride“ einen umgebauten Chevrolet mit 800 PS vor. Das Fahrzeug fährt mit Biodiesel und setzt fast keine Abgase frei.
Benefizkonzert: „Live Earth" – live aus Hamburg
Am 7. Juli blickt die Welt auf Hamburg. Wenn an diesem Tag gut zwei Milliarden Menschen im Fernsehen, Internet oder im Radio das größte Benefizkonzert aller Zeiten erleben, geht auch die Hansestadt mit auf Sendung. Wie die Hamburg Marketing GmbH am Freitag bekannt gab, wird die Stadt offizieller Austragungsort für das Satellitenkonzert „Live Earth“ zur Rettung des Weltklimas sein. Mehr als 100 der weltbesten Musikstars wollen in sieben Metropolen auftreten – in London, New York, Sydney, Tokio, Shanghai, Johannesburg und in Rio de Janeiro.
Geldof macht "Bild" – massentauglich auf die Probleme der Dritten Welt aufmerksam machen
Der Musiker Bob Geldof wird Ende Mai für einen Tag den Posten von “Bild”-Chefredakteur Kai Diekmann übernehmen. Geldof, der sich seit Jahren intensiv für die Armutsbekämpfung in Afrika einsetzt, wird gemeinsam mit der Redaktion eine Ausgabe der Tageszeitung zum G-8-Gipfel erstellen. Diese ungewöhnliche Aktion ist Teil einer Kooperation zwischen Bob Geldof und “Bild” im Vorfeld des G-8-Gipfels, der vom 6. bis zum 8. Juni im Ostseebad Heiligendamm stattfindet. Ziel ist es, mit verschiedenen gemeinsamen Projekten die Aufmerksamkeit der rund zwölf Millionen “Bild”-Leser auf die Probleme der Dritten Welt und die Zukunft des afrikanischen Kontinents zu lenken.
Energiepass beflügelt Öko-Futuristen
Nicht erst seit dem Energiepass sind energetisch fortschrittliche Häuser gefragter denn je. Die Herausforderungen avantgardistischer Bauprojekte beflügeln seither auch Öko-Futuristen, deren Konzeptionen u.a. die Form von „Ufo-Häusern“ annehmen. Das Haus auf dem Foto steht im schweizerischen Kanton Willis und besteht aus Holz, Hanf und Kork. Die Oberfläche des Hauses ist mit Sonnenkollektoren bedeckt, die nach der Sonne ausgerichtet, indem sich das ganze Haus dreht.
Die große Klima-Koalition
“JETZT müssen wir entscheiden: Wollen wir das Paradies, das uns einst geschenkt wurde, wirklich unwiederbringlich zerstören? NEIN!”, so die Schlagzeile bei BILD-Online. Die “große Koalition”, bestehend aus dem Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), Greenpeace, World Wildlife Fund (WWF) und BILD-Zeitung, verteilte im Zuge ihrer Klima- und Umweltkampagne 2,5 Mio. Aufkleber.
www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/04/18/klimaschutz-koalition/greenpeace-wwf-bund.html
Dongtan
In China stellt sich die Frage: Wie soll die größte Migration der Menschheitsgeschichte bewältigt werden? 300 Mio. Chinesen werden in den nächsten 20 Jahren in Städte ziehen, 300-400 neue Großstädte müssen völlig neu gebaut werden.
Die Antwort: „Eco-Cities“. Die neuen urbanen Zentren sind der städtebauliche Lösungsansatz für Überbevölkerung und Umweltverschmutzung und werden darüber zum zukünftigen Investitions-Magnet der schnell wachsenden chinesischen Wirtschaft. Dabei setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass nachhaltiges Wachstum in China nur mit
einer Ressourcen schonenden, „grünen“ Entwicklung gelingen kann.
Auf der Shanghai vorgelagerten Insel Chongming entsteht derzeit der Prototyp für die Stadt der Zukunft: Dongtan. Die konzeptionelle Leitung hat Peter Head von Arup.
Geplant sind 10.000 Einwohner bis zur EXPO in Shanghai 2010, langfristig 500.000 Einwohner bis 2050. Die nachhaltige Stadt wird ihre benötigten Grundgüter selbst umweltfreundlich erzeugen. Energie wird zu 100 % aus Wind, Sonne und Wasserkraft gewonnen. Das intelligente Verkehrssystem läuft mit Wasserstoff- oder Elektromotoren und folgt der Vorgabe „zero-emissions.“ Baustoffe und Lebensmittel werden zu großen Teilen umweltfreundlich aus der Umgebung gewonnen, Müll und Abwasser werden wiederverwertet.
Architektonisch und bautechnisch setzt die Stadt völlig neue Maßstäbe. Städtebauer aus aller Welt verfolgen aufmerksam wie sich aus der Ökovision vom Reißbrett eine dynamische Großstadt entwickelt.
Dongtan soll Beginn eines chinesischen Wirtschaftswechsels sein. So kommentierte Peter Head, ARUP Projektleiter für Dongtan, im Observer: „It is no gimmick. It is being led at the highest levels of the Chinese government. They are very committed to developing a new paradigm of economic development.“
Kinder sind Zukunft
Dass sich die Jugend nur um sich selbst und um Marken kümmert, ist eine oft zitierte Mär, die schon die OTTO-Trendstudie “Konsum-Ethik 2007” klar widerlegen konnte.
Gestern in den Tagesthemen hat eine 12-Jährige öffentlichwirksam das Gegenteil bewiesen. Im Rahmen der ARD-Themenwoche “”Kinder sind Zukunft””:www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6634958_NAV_REF,00.html hat Carla Zeller ihre Meinung zum Klimawandel kundgetan und einen Rüffel an diejenigen ausgeteilt, die so handeln, dass es kein lebenswertes Morgen mehr gibt.
“Vielleicht ist einigen der Klimawandel ja egal, weil sie sowieso nicht mehr lange da sind. Mir ist er aber nicht egal. Ich muss noch ein bisschen auf dieser Erde wohnen. Eine andere habe ich nicht.”
Zitat des Tages
“If you´re not at the table, you´re on the menu!”
Charles Territo of the Alliance of Automobile Manufactureres in der Businessweek vom 13. April 2007
12 Millionen Aktivisten?
Der Klimawandel macht aus Feinden Freunde: Die Umweltorganisationen Greenpeace, BUND und WWF sowie Europas größte Tageszeitung BILD kooperieren. Gemeinsam starten sie die bundesweite Mitmachaktion “Rettet unsere Erde”. Die Aktion soll Politik und Öffentlichkeit informieren und zum Handeln auffordern. Das Ziel ist die Einsparung von 3,5 Millionen Tonnen CO2 bis zum Jahresende. Zum Auftakt werden 2,5 Millionen Aufkleber über die
BILD-Vertriebsstellen verteilt. Die BILD-Zeitung erreicht täglich 12 Millionen Leser.
Katalysator Versicherungen
Die Versicherungsbranche ist bislang eher weniger dafür bekannt, zu den globalen Trendsettern zu gehören. Aber das ändert sich. In Sachen Klimawandel spielt die Branche ganz vorne mit. Sie bewerten schon heute mögliche Auswirkungen des Klimawandels.
Versicherer sind einerseits ein spannender Indikator für die Auswirkungen von veränderten Umweltbedingungen. Andererseits sind sie ein wichtiger Innovationsmotor für Investitionen, die nicht ohne Versicherungsschutz auskommen.
Das Geschäft der Branche ist die Zukunft: Was für Schadensfälle werden in welchem Umfang eintreten? Zu welchen Konditionen sind Objekte oder Personen versicherbar? Wie wird sich der Klimawandel auf die Umwelt in den nächsten Jahrzehnten auswirken?
Der weltweit zweitgrößte Rückversicherer, die „Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft“, stützt sich bei den Einschätzungen zu den wirtschaftlichen Folgen des globalen Klimawandels u.a. auf den alamierenden britischen Klimabericht von Nicolas Stern. Demnach könnte der Klimawandel bis 2050 weltweit bis zu 20% der globalen Wirtschaftsleistung kosten.
„Wenn die Kosten für die Schäden immer weiter steigen, sind auch die Unternehmen betroffen – zuerst die Versicherer“, so Peter Höppe, Leiter der GeoRisikoForschung der Münchener Rück. Der Trend, dass die Schadensummen zunehmen, werde sich fortsetzen, die Kurve könne sogar noch steiler ansteigen.
Und die Branche reagiert:
- etwa 6-8 % aller Gebäude in Deutschland liegen bspw. in der hochexponierten Gefährdungsstufe 3 für Überschwemmungen (ZÜRS). Diese Hochrisikobereiche gelten gemeinhin aufgrund der kontinuierlich eintretenden Schäden als nicht mehr versicherbar.
- im März trat die deutsche Versicherungswirtschaft für staatliche Hilfen ein, um Megaschäden decken zu können. Die Branche kann Katastrophenschäden von maximal 8 Mrd. EUR ausgleichen.
- insgesamt wird der Klimawandel Versicherungspolicen verteuern.
BMW New World
Als erster deutscher Autobauer eröffnete BMW Ende 2006 die Niederlassung BMW New World auf einer Second-Life Insel. Der BMW-Auftritt in Second Life ist ganz dem Thema CleanEnergy gewidmet und dient als Informationsplattform für Neuentwicklungen, die später für die reale Welt geplant sind.
Gezeigt werden 3D-Prototypen des Wasserstoff-Fahrzeugs H2R, Leinwände zeigen Videos der Rekordfahrt des Wasserstoff-Boliden sowie der benzin- und wasserstoffgetriebenen Limousine BMW Hydrogen 7.
slurl.com/secondlife/BMW%20New%20World/195/66/23/?title=BMW%20New%20World
Klimawandel in Second Life
Angesichts steigender Meeresspiegel sind am 4. April die Second-Life-Städte Tokyo und Amsterdam sowie die künstliche Insel Ibiza von massiven Überflutungen heimgesucht worden. Initiator dieser Aktion war der Londoner Umweltaktivist David de Rothschild:
“Our message was, You may have a second life, but [you still need to] offset your second life in real life.”
Rothschild weist die Second-Life-User auf ihren Energieverbrauch hin. Durch die Benutzung von elektronischen Geräten entspricht dieser in etwa dem Energiekonsum eines durchschnittlichen Bewohners von Brasilianen.
www.inhabitat.com/2007/04/09/global-warming-floods-london-in-second-life/
Sustainable Design Manifesto
Design hat eine wichtige Bedeutung für die Gestaltung der Zukunft. Jetzt hat Allan Chochinov, Partner bei des renommierten Design-Netzwerkes Core77, 1.000 Words. A Manifesto for Sustainability in Design veröffentlicht.
Chochinov betont die Bedeutung modernen Designs für gesellschaftliche Veränderungen und stellt Design in einen größeren Kontext. Es sei Aufgabe der Designer, die Auswirkungen ihrer Entwürfe miteinzubeziehen. Das würde sich am Ende auch bezahlt machen. Chochinov greift damit indirekt den Karma-Gedanken auf.
„Before we design anything new, we should examine how we can use what already exists to better ends. We need to think systems before artifacts, services before products, adopting Thackara’s use/not own principles at every step. Product design should be part of a set of tools we have for solving problems and celebrating life.“
Green Gossip
...wenn Trends zum Mainstream werden. Die Internetseite ecorazzi versorgt Interessierte mit dem Neuesten aus der Sparte “Öko“-Boulevard”. Wer zählt zu Recht zum “holy grail” der “green celebrities” in Hollywood? Und wer zählt (noch) nicht dazu?
Die Seite ist Teil der Diskussion über die Umweltschädlichkeit der Filmindustrie Hollywoods. Als die University of California in ihrer Environmental Report Card 2006 deutlich aufzeigte, dass die Filmemacher in punkto Energiekonsum, Müllproduktion, Luftverschmutzung, Umweltzerstörung an Drehorten und Treibhausgasemission in Kalifornien ganz vorne liegen war der öffentliche Aufschrei unvermeidlich geworden.
Für den Film „The Day after Tomorrow“ (2004) wurden etwa 10.000 Tonnen CO2 veranschlagt, umgerechnet ca. 200.000 US Dollar Umweltschaden. Produzent und Regisseur Roland Emmerich, der seinen Film klimaneutral produziert wissen wollte, investierte diese Summe in Umweltprojekte.
How can we not be optimistic?
Larry Brilliant, Direktor der Google-Stiftung, dem gemeinnützigen Arm der Internetsuchmaschine Google, sprach vergangene Woche auf dem Skoll World Forum an der Said Business School der Oxford Universität über Optimismus angesichts unauflösbar scheinender globaler Herausforderungen
Brilliant hat zwei Antworten:
1. Historisch hat die Menschheit ihre Innovationskraft vielfach belegt: technisch, politisch, sozial, kulturell,
2. Längst ist ein deutlicher Wechsel in der Ausrichtung von Unternehmen dokumentierbar: Nachhaltigkeit spielt eine immer größere wirtschaftliche Rolle.
Laut Brilliant zeige gerade der Gesundheitssektor die Verletzlichkeit eines jeden unabhängig seiner Herkunft, die Größe noch zu bewältigender Aufgaben und bahnbrechende Erfolge des medizinischen Fortschritts.
Als „FOR-PROFIT“-Organisation, also gewinnorientierte und steuerpflichtige Unternehmung, finanziert Google.org alternative Nachhaltigkeitsprojekte mit Renditeabsicht. Mit 1 Milliarde US Dollar Grundkapital startete Google.org seine Mission, rentable Einzelfalllösungen für die globalen Probleme Armut, Energiefrage und Umweltzerstörung zu entwickeln.
„How can we not be optimistic?“, so Larry Brilliant.
www.socialedge.org/features/skoll-world-forum/skoll-world-forum-2007
Skyscraper Farming
Vor einigen Wochen schrieben wir, dass es erste Anzeichen für einen Öko-Futurismus gibt. Inzwischen gibt es erste Überlegungen. Die Diskussion über Dachbegrünung zwecks Gebäudekühlung ist ja derzeit in vollem Gange. Inhabitat macht uns auf ein neues großartiges Konzept aufmerksam: Skyscraper Farming. Das Hochhauseigene Ökosystem soll einerseits Getreide und Früchte produzieren und andererseits zur Energiegewinnung und Abwasserreinigung verwendet werden.
Ansturm auf Biofisch
Ostern gibt es Karpfen. So will es zumindest die christliche Tradition. Aber auch vor dem Feiertagsschmauss macht der Biotrend keinen Halt. In diesem Jahr wird es Bio-Fisch geben. Wie das Hamburger Abendblatt heute berichtet, hat sich der Absatz an Bio-Fisch im ersten Quartal 2007 verzehnfacht. Fischhändler stehen vor dem Dilemma, dass sie gar nicht genügend Ware einkaufen können, da der Markt wie leergefegt ist.
Zitat des Tages
Peter Sloterdijk auf Lohas.de: “Die Welt hat eine Dichte erlangt, in der die Tat unmittelbar zum Täter zurück kommt”
Klimawandel heizt Konsum ein
Die Mehrheit der deutschen Verbraucher will angesichts des Klimawandels selbst aktiv werden. Mit einem veränderten Einkaufsverhalten und Investitionen in umweltfreundliche Technik für die eigenen vier Wände, wollen die Konsumenten die Binnennachfrage in Zukunft beleben. Das ergaben die Ergebnisse einer repräsentativen Studie der GfK Marktforschung vom März 2007.
Bereits Ende 2006 hatten in einer Umfrage des Bundesumweltministeriums fast 70% aller Deutschen deutlich gemacht, „dass sich eine konsequente Umweltpolitik positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft auswirken“ werde.
San Fransisco verbietet Plastiktüten
Supermärkte in San Fransisco dürfen künftig keine Plastiktüten mehr ausgeben. Das hat der Stadtrat der kalifornischen Metropole am Dienstagabend auf eine Initiative von Umweltschützern und einer großen Handelskette hin beschlossen. Die Plastiktüten auf Petroleumbasis sorgten für Müllberge in den Straßen und verschmutzten das Meer.
Absatz von Ökoautos läuft schleppend
Der Medienschlacht zum Trotz: Die Debatte über den Klimaschutz in Deutschland hat bisher keinen Ansturm auf besonders umweltfreundliche Autos ausgelöst. Im Gegenteil: der Verkauf des Toyota Prius ging in den ersten beiden Monaten 2007 um 18,8% zurück.
Auch Volkswagen profitiere mit dem umweltfreundlichen Polo Blue Motion kaum von der Umweltdebatte. Seit der Markteinführung im August letzten Jahres hat VW in Deutschland und den Nachbarmärkten lediglich 2500 Einheiten abgesetzt. Damit läuft der Verkauf ähnlich schleppend wie einst der des Drei-Liter-Lupos.
Burger King wird artgerecht
Die zweitgrößte Imbisskette der Welt kündigte an, sie werde für die Filialen in Nordamerika verstärkt Fleisch aus artgerechter Haltung verwenden. Zukünftige werde Burger King 10% des Schweinefleisches von Lieferanten kaufen, die ihre Schweine in Ställen mit Auslauf halten. Außerdem sollen 2% der verwendeten Eier von Hühnern in Bodenhaltung kommen.
Bis Ende des Jahres sollen diese Anteile auf 20% bzw. 5% erhöht werden. Der Schritt wurde von Umweltschutzorganisationen begrüßt. Burger King erhofft sich nach eigenen Angaben eine Signalwirkung, die Landwirte ermutigt ihre Tierhaltungsformen zu ändern.
Big Money
Das bekannte US-Magazin Fortune widmet dem Thema Öko ein Spezial. Das ist zunächst keine Überraschung. Schließlich ist es gerade DAS Medienthema schlechthin. Was uns begeistert hat, ist jedoch die besondere Perspektive auf das Thema.
Öko wird hier als gigantischer Wachstumsmarkt identifiziert und zehn Cases werden vorgestellt. Jeffrey Immelt, der CEO von General Electrics wird zitiert:
„The opportunity to provide environmental solutions is going to be one of the big four or five themes of our generation of business leadership.“
Fortune sieht uns am Anfang einer neuen Ära, in der smarte Unternehmen versuchen davon zu profitieren, die großen ökologischen Probleme der Welt zu lösen. Hier locken steigende Umsätze und komplett neue Geschäftsfelder.
Der Treiber hinter all dem: der Klimawandel. Die CEOs der größten Konzerne Amerikas haben die Erderwärmung inzwischen offiziell anerkannt und setzen sich pragmatisch damit auseinder: Slow, stop, reverse the growth of greenhouse-gas emissions. Eine kohlendioxidarme Wirtschaft benötigt neue Arten der Energiegewinnung, der Nahrungsmittelproduktion, neue Arten Häuser zu gestalten, bauen, heizen und kühlen. There is big money to be made!
Mobile-Micro-Payment
Im Oktober wurde Muhammad Yunus für seine Verdienste bei der Bekämpfung der Armut mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Seine Grameen-Bank vergibt Mikro-Kredite an die Ärmsten der Armen. Diesen mangelt es häufig einerseits an Bankkonten und Zugang zu Krediten. Andererseits fehlen ihnen häufig Zugang zur Telekommunikation und damit eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Daher kooperiert die Grameen-Bank in Afrika u.a. mit Nokia.
Influx Insights hat uns auf die perfekte Lösung dieser beiden Ansätze aufmerksam gemacht: Mobile Payment. Während hierzulande wenig Bewegung in das seit langem prognostizierte Thema des Handy-Bezahlens kommt, bietet M-Pesa in Kenia die Möglichkeit, über das Handy Geld zu überweisen und zu empfangen. Ein herkömmliches Bank-Konto ist dafür nicht erforderlich. M-Pesa ist eine Kooperation zwischen Safaricom und Vodaphone und Kenia einer der schnellst wachsenden Mobilfunkmärkte der Welt. Bereits 8 der 35 Millionen Einwohner besitzt hier ein Mobiltelefon.
Peope-To-People-Lending – Die neuen Bankdienste
Nachdem Konzepte wie Prosper oder Zopa in den USA und Großbritannien bereits erfolgreich sind, wird nun auch in Deutschland mit Hochdruck an Social Lending Diensten gearbeitet. Wie auf dem Blog Exiting Commerce zu lesen ist, existiert neben One2Money ein neues Projekt mit dem Namen smava. Verantwortlich ist vor allem Ex-datango Gründer Alexander Artope. Zur Seite stehen ihm dabei Bernd Hades (Econa), Jörg Rheinboldt (Ex-eBay), Eckart Vierkant (Ex-ECC) und Sebastian Rieschel (Ex-Jamba). Man kann also gespannt sein, welche der Peer-to-Peer Banken als erstes online geht.
Das Prinzip des P2P-Lending ist denkbar einfach: Menschen leihen anderen Menschen Geld. Meist für konkrete Projekte. Den maximalen Zinssatz legen die Kreditsuchenden selbst fest. In der Tat kann es für einen Privatmann lukrativer sein, Geld auf diese Weise anzulegen, als es in herkömmliche Bankprojekte zu stecken. So schrieb die NY Times: “Consumers make, at most, about 4 percent on their savings accounts, which banks then lend to credit card customers at 14 percent or more.”
Der Vorreiter der Mikrokreditbewegung und Friedensnobelpreisträger 2006, Prof. Muhammad Yunus, ist einer der Keynote-Speaker des diesjährigen Trendtag „Karma Kapitalismus“.
Kapitalismus mit gutem Gewissen
Profitgier, Raubtierkapitalismus, geiler Geiz – vorbei? Die kapitalitischen Wirtschaftssysteme der Zukunft, sagen Trendforscher wie Norbert Bolz, werden sich einer anderen Ethik verpflichtet fühlen und Leitbilder wie soziale Verantwortung oder Fairness pflegen. Einen Begriff haben sie auch schon dafür: ”Karma Kapitalismus”.
Go green and Prove it
Der weltgrößte Retailer Wal-Mart denkt nach Jahren schwerer Vorwürfe um. Wal-Mart goes green. Nachdem bereits im letzten Jahr Maßnahmen ergriffen wurden um das Verpackungsmaterial der Lieferanten zu reduzieren, folgt nun der Appell an die Unterhaltungselektronikindustrie: go green and prove it. Dieser Gedanke, nicht nur Gutes zu verkünden, sondern es auch zu beweisen ist neu.
Wie die Internetseite Inhabitat berichtet, wird Wal-mart eine Scoring-Card einführen, mit der Elektronikprodukte gerankt werden. Bewertet wird nach den Kriterien Energieverbrauch, Haltbarkeit, Nachrüstbarkeit, Entsorgung, Verpackung und der Einsatz von weniger giftigen Materialien. Die Maßname zeigt Erfolg, einige Zulieferer stellen ihre Produkte bereits um. Unterstützend richtet Wal-Mart einen Wettbewerb aus. Das Produkt, das die Standards am besten umsetzt, wird in Wal-Mart Geschäften in ganz Amerika verkauft.
Zeitgleich zur Unterstützung der Nachhaltigkeit seiner Lieferanten setzt Wal-Mart auch seine eigenen Nachhaltigkeitsbemühungen fort: Im Februar bot es in Kooperation mit Hewlett-Packard und U.S. Environmental Protection Agency „Take back days“ an, in denen 70.000 kg alter Elektronikprodukte von der Bevölkerung zum Recycling abgegeben wurden.
Studie Konsum und Ethik: Einkaufen mit gutem Gewissen liegt im Trend
Die amerikanische Textilfirma American Apparel stellt T-Shirts ganz bewusst ohne Logo her, dafür erhalten ihre Arbeiter faire Löhne. Die britisch-niederländische Kosmetikmarke Dove unterstützt Initiativen für junge Mädchen, die sich hässlich finden. Und der weltweit größte Versandunternehmer Otto setzt auf Baumwolle aus Afrika und nachhaltige Forstwirtschaft. Soziales und umweltbewusstes Handeln von Unternehmen wird nach einer Studie im Auftrag des Hamburger Otto-Konzerns für die Konsumenten immer wichtiger. «Der Wohlfühlfaktor Ethik spielt bei der Kaufentscheidung eine immer größere Rolle», sagte der Vorstandsvorsitzende Michael Otto in einem dpa-Gespräch.
Michael Otto: Ethisches Handeln wird für Unternehmen immer wichtiger
«Der Wohlfühlfaktor Ethik spielt bei der Kaufentscheidung eine immer größere Rolle», sagte der Vorstandsvorsitzende Michael Otto in einem dpa-Gespräch. Für den Konsum mit gutem Gewissen seien die Kunden auch zunehmend bereit, mehr Geld zu zahlen. «Für Bioprodukte geben die Menschen bereits mehr Geld aus. Das ist ein Anfang. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend auch auf den Modesektor und andere Bereiche ausweiten wird», sagte der 63-Jährige. Für die «OTTO-Trendstudie Konsum-Ethik 2007» hat das Hamburger Trendbüro Experten befragt und eine repräsentative Umfrage mit 1000 Befragten durchgeführt.
Zitat des Tages
Don Tapscott, CEO von New Paradigm und Autor des Buchs Wikinomics: How Mass Collaboration Changes Everything sagte im Interview mit brand eins in der Februar-Ausgabe 2007 über Transparenz:
“Das Unternehmen ist nackt… Und wer keine Kleidung trägt, sollte besser gut in Form sein. Wenn Firmen sich mehr denn je öffnen und transparenter werden, dann zwingt sie das, bessere Unternehmen zu werden.”
OTTO-Trendstudie Konsum-Ethik 2007
Wie gehen Konsumenten mit dem Thema Nachhaltigkeit um? Was sind ihre Motive und Erwartungen an Unternehmen und Marken? Antworten auf diese Fragen gibt die OTTO-Trendstudie Konsum-Ethik 2007, die OTTO Anfang Dezember 2006 beim Hamburger Trendbüro in Auftrag gegeben hat. Die Studie hat in Fokusgruppen, Experten-Interviews und einer repräsentative Umfrage Ethik aus der Perspektive der Konsumenten als „Wohlfühlfaktor“ indentifiziert, der an Bedeutung gewinnt.
Eco-Chic und Fair-Fashion
Dass eco-fair Mode absolut hipp sein kann, haben bereits etablierte Brands wie Stewart+Brown, Kuyuchi und Misericordia bewiesen. Dies und mehr im Online Shop true-fashion.com. Auch die Fashion Weeks werden zunehmend grüner und fairer (z.B. die Ethical Fashion Show) und inzwischen gibt es nahezu alles ethisch korrekter: stylish & ethical Pumps, Green Knickers & Boxers oder einfach grafische Ideen auf einwandfrei produzierter Kleidung wie bei Fairliebt. Nachdem nun auch H&M in seiner Frühjahr/Sommer-Kollektion 2007 auf Nachhaltigkeit setzt und OTTO in der “Saison des guten Gefühls” das eigene soziale und ökologische Engagement herausstellt, scheinen organische, recycelbare Materialien und fairer Handel auch für den Textilmarkt massentauglich zu werden. Bis heute werden lediglich weniger als 1% von 20 Mio. Tonnen Baumwolle ökologisch angebaut. Es besteht also genug Potenzial und je größer die Vielfalt, desto besser das Shoppen!
Erotical Correctness
Was bei Kaffee und Tee bereits ein alter Hut ist, bereichert jetzt die Erotik-Szene: Fair gehandelte Produkte und ökologisch-korrekte Materialien. Und zwar nicht in Form von wollenen Miederwaren und allergiegetesteten Kondomen sondern ganz handfest als Peitschen, Dildos und Dessous. Coco de Mer heißt der Laden, in dem kein Produkt verkauft wird, dass die Ökobilanz belasten könnte. Eröffnet wurde der Laden im Londoner Covent Garden übrigens von Sam Roddick, Tochter der Bodyshop-Gründerin Anita Roddick, der man nach dem Verkauf ihrer Kette an den Konzern L’Oreal allerdings wenig ökologische Motive vorwarf. Verkauft werden alle Produkte auch im Internet.
Jetzt EINFACH klimaneutral fliegen
Es ging ja heiß her in der öffentlichen Debatte über die CO2-Emissionen des Luftverkehrs. Nun ist es dank einer Kooperation zwischen dem Verband Internetreisevertrieb und atmosfair für Passagiere noch einfacher, klimaschädliche Emissionen auszugleichen. Denn die Kunden können bei der Buchung auf einem der Portale den freiwilligen Klimaschutzbeitrag gleich mit auswählen. Mit den Beiträgen finanziert atmosfair Projekte, die eine vergleichbare Klimawirkung haben wie die Emissionen aus dem Flugzeug. Dadurch werden Treibhausgase an anderer Stelle eingespart. Der kooperierende Verband gehört mit den Portalen Expedia, Opodo, Lastminute, Hinundweg, Avigo, Ebookers, Travel24 zu den großen Akteuren der deutschen Reisebranche.
Zitat des Tages
Jeff Skoll, der erste Mitarbeiter von Ebay, Gründer der Skoll Foundation for Social Entrepreneurship und Vorsitzende von Participant Productions, sagte auf der
TED:
“I asked John Gardne how to best use the money I made co-founding eBay, and he told me: Bet on good people doing good things.”
Future Luxury
Unser schwedischer Freund David Carlson hat heute seinen neusten David Report vorgestellt. Darin geht es um das Thema Future Luxury. Es werden acht wichtige Trends vorgestellt. Trend No 4 lautet: “Good Karma”.
Darin heißt es:
“One of the most important future trends will be about to make a difference and to take responsibility. It concerns both private individuals, companies and organisations…. If your only focus is maximising the profit, you will be lost. You have to carefully balance the opinions and wishes of all your stakeholders including costumers, shareholders, employees and society at large. We have to share the resources on earth and to act with “good karma” will be a generic feature for future brands.
We will demand transparency. Companies can achieve success by doing good and as a socially conscious consumer you have the power of change in your hand. Anna Lappé from the Small Planet Institute puts it like this; “Every time you spend money, you’re casting a vote for the kind of world you want”. Consuming doesn’t have to be all bad.”
Fettverbrennung zur Engergiegewinnung
Inhabitat stellt zwei großartige Konzepte wie man Individualität und Ökologie sinnvoll miteinander verbinden kann. Es gibt tolle YouTube-Videos, die zeigen, wie es genau läuft.
Hong Kongs Fitness-Studio California Fitness entwickelt eine Technik, die Energie über die Geräte in den Fitness-Studios gewinnt. Jeder Stepper ist an einen Akku angeschlossen und produziert so Strom für das Fitness-Studio.
Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch der Sustainable Dance Club in Rotterdam. Die Bewegungen jedes Tänzers im Club wird über die Schwingungen im Boden zur Energiegewinnung genutzt. Das Konzept wurde von der Umweltorganisation Enviu und der niederländischen Architekturfirma Döll entwickelt.
Fresh&Easy in der Hood
Tesco, der Shooting-Star im britischen Einzelhandel stellt ein neues Shop-Konzept in den USA vor: Fresh&Easy Neighborhood Markets. Bei der Rekrutierung von Personal stellen sich Fresh&Easy so vor:
“We are now bringing our unique brand of customer service and innovative store concepts to the West Coast of the United States, beginning with California, Nevada and Arizona. Our new U.S. store concept — fresh&easy Neighborhood Market — is all about being a fresh and easy place to shop, a good neighbor, and a great place to work.
At fresh&easy, our core purpose is to create value for customers to earn their lifetime loyalty. In fact, no one tries harder for customers than we do. And since retailing is a people business, we strive to treat our employees how we like to be treated.”
Ein guter Ansatz. Wir sind gespannt.
Öko kommt gut
Firmen, die soziale Verantwortung übernehmen oder umweltfreundliche Produkte herstellen, werden von US-Managern derzeit besonders bewundert. Das ergab eine von Fortune und der Unternehmensberatung Hay Group durchgeführte Befragung unter 3322 US-Führungskräften. Die Unternehmen wurden in den Kategorien Innovation, Personal-Management, Finanzen und soziale Verantwortung bewertet und anschließend gerankt.
Der erste Platz ging an die Firma General Electric.
GE hatte sein Budget für Forschung und Entwicklung im Bereich umweltverträgliche Technologien im vergangenen Jahr auf 700 Millionen Dollar verdoppelt. Auf Platz 2 kam der Kaffeehersteller Starbucks, der seit langer Zeit Fair-Trade-Kaffee anbietet. Auf dem dritten Platz liegt Toyota, der derzeitige grüne Star der Autobranche.
Hugging The Tree-Huggers
Das wachsende Interesse der amerikanischen Öffentlichkeit für Umweltschutzfragen geht auch an der Wirtschaft nicht spurlos vorüber.
Wie die Businessweek schreibt, steigt der Druck auf Unternehmen, als verantwortungsbewusst wahrgenommen zu werden. Gleichzeitig halten viele Menschen Umweltschutzorganisationen für glaubwürdiger als die Unternehmen. Somit entsteht eine neue Form eines gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnisses: Anerkennung und öffentliches Lob durch Umweltschutzorganisationen im Gegenzug für eine “grüne“ Unternehmenspolitik.
Die Beispiele für dieses Verhalten sind inzwischen zahlreich. So verzichtete die Texas Utility TXU Corp. auf den Bau von acht geplanten Kohlekraftwerken als Gegenleistung für Lob und gute Presse durch Environmental Defense.
Weltverbesserung durch Videospiele
Die Killerspielverbots-Debatte dominiert derzeit die komplette Medienöffentlichkeit und lähmt jede kreative Auseinandersetzung mit diesem spannenden Medium. Über wirklich innovative Ansätze wie den von Ian Bogost wird nur zu selten gesprochen. Seine Spiele der Firma Persuasive Games wie „Xtreme Xmas Shopping“ oder „Bacteria Salad“ sind sich ihrer medialen Macht bewusst und versuchen diese zum Guten zu wenden. Sein Motto: „The game is the medium is the message.“ Mit seinen kostenlosen Internetspielen stellt er soziale und ökologische Misstände satirisch an den Pranger und spricht gleichzeitig die Sprache der Gaming-Community. So schlüpfen User z.B. in die Rolle von Gentech-Bauern, die fröhlich Pflanzen manipulieren müssen, um den Gen-GAU zu forcieren. Videospiele und Ironie eignen sich halt besser zum Weltverbessern als der erhobene Zeigefinger und drohende Moralkeulen.
A Brand New World
Shopppingvergnügen mit sozialem Engagement verspricht das Charity-Shopping Portal The Care Club, das im Frühjahr 2007 gelauncht werden soll. Es möchte Konsum und Verantwortung verbinden indem es eine Online-Gemeinschaft zwischen Produktherstellern, Endkunden und Hilfsorganisationen bildet.
Damit würde eine Plattform entstehen, die Unternehmen erlaubt, ohne bestehende Konzepte und Infrastrukturen soziales Engagement zu zeigen. Die Hersteller bestimmen einen festen Teil des Verkaufspreises ihrer Produkte als Charity Anteil und die Kunden können beim Kauf das Hilfs-Projekt bestimmen, welches den helfenden Charity Anteil erhält. Der Kunde zahlt lediglich den gewohnten Einzelhandelspreis und kann mit entscheiden, welche gemeinnützigen Projekte und Organisationen im Portal aufgenommen werden sollen.
Die Macht der Kooperation
Die Wellen schwappen derzeit hoch bei Airbus. Schon sind die ersten Streiks geplant angesichts der angekündigten Auslagerungen. Zukünftig sollen ca. 50 Prozent der Flugzeuge nicht direkt bei Airbus gefertig werden. Betrachtet man jedoch den Konkurrenten Boeing, dann wird deutlich, welche Macht dahinter steht.
Bei Boeing werden mehr als 80 Prozent des Flugzeugs von Externen gefertigt, weltweit: von Italien bis Japan. Und das bei einem so sensiblen Produkt wie einem Flugzeug. Laut SZ beschränkt sich Boeing dabei auf Planung, Entwicklung, Endmontage und Vermarktung. Die Zulieferer leisten im Gegensatz zu früher heute wesentlich höherwertige Qualität. Sie übernehmen schließlich auch die Entwicklung. Ehemals erbitterte Konkurrenten wie Smiths Aerospace, Honeywell International und Rockwell Collins arbeiten heute zusammen. Und auch die Mutter von Airbus, EADS, liefert Teile für die 787. Neben Flexibilität sichert Boeing das loyale Kunden. Denn die meisten der produzierenden Länder bestellen zu einem Großteil bei Boeing. So liegt z.B. der Marktanteil bei japanischen Airlines bei 90 Prozent.
US-Solarpower
Die Bonner Firma SolarWorld plant die größte Solarfabrik des amerikanischen Kontinents. Wie Spiegel-Online berichtet, wird das Unternehmen 300 Millionen Euro investieren. Die Produktion soll bereits im kommenden Sommer beginnen. Die mutigen Pläne wurden an der Börse honoriert. Nach Ankündigung schnellten die Aktienkurse von SolarWorld in die Höhe. Dank des wachsenden Interesses der USA am Klimaschutz entsteht derzeit ein gigantischer Markt.
Wir sind alle grün
And the Oscar goes to…gleich zweimal an Al Gores Warnung vor dem Klimawandel “Eine unbequeme Wahrheit”. Zur diesjährigen Verleihung des bedeutendsten US-amerikanischen Filmpreises ist er Gewinner in den Kategorien beste Doku und bestes Filmlied. Melissa Etheridge, die damit die Trophäe für den Song “I Need to Wake Up” gewonnen hat, meint ”...dass es weder demokratisch noch republikanisch ist, sich um die Erde zu sorgen. Es ist weder rot, noch blau – wir alle sind grün.” Bereits Mittwochnacht zur “Global-Green-Oscar-Party” war sogar der Rote Teppich grün. Große Stars wie DiCaprio, Cruz, Bloom und Co fuhren in benzinsparenden Hybridautos statt Stretchlimousinen vor und feierten umweltfreundlich mit Wein und Bier aus organischem Anbau und Papptellern aus Altpapier.
Die “Red Carpet/Green Car”-Kampagne der Umweltorganisation Global Green konnte prominente Hollywoodstars für sich gewinnen und nutzt das Oscar-Rampenlicht, um das weltweite Umweltbewusstsein zu schärfen. So gehörte die Show vor den Türen den Öko-Mobilen. Die Filmstars senden aus der Glamourwelt die eindeutige Botschaft zum gewünschten Politikwandel und neuen Ökofuturismus. Und dass sich sexy, schnell und grün nicht mehr ausschließt, zeigt der Ökosportwagen des amerikanischen Elektroautoherstellers Tesla. Noch nicht auf dem Markt, aber in Hollywood schon heiß begehrt, zählt der Elektrowagen Prominente wie George Clooney auf seiner Warteliste.
"Fair play" für Führungskräfte
Eine wachsende Zahl von MBA-Programmen integriert Business Ethik in ihr Programm. Birgit Giesen vom Kölner Staufenbiel Institut für Studien- und Berufsplanung sagt dazu in einer Sonderbeilage der SZ vom 24.02.2007: „Die Wirtschaftsskandale der jüngsten Vergangenheit haben ihre Spuren hinterlassen. Die Managerehre spielt nun in der Ausbildung eine Rolle.“ Teilweise wird Business Ethik sogar zum Pflichtfach. Und Just Schürmann, zuständiger Geschäftsführer der Boston Consulting Group, sagt dazu: „Zu einem zeitgemäßen Curriculum gehören Bausteine, die auf das Agieren in einer vernetzten Wirtschaft vorbereiten, auf die gesellschaftliche Rolle des Unternehmens und die veränderten Anforderungen an Führungskräfte.“
Der Mentalitätswandel bei den Nachwuchsführungskräften ist symptomatisch für die Post-Enron-Ära und markiert deutlich das Ende des Raubtierkapitalismus. In der vernetzten Welt von heute ist Egoismus nicht mehr erfolgreich. Wer heute erfolgreich sein will, muss fair spielen.
Eine Wirtschaft für alle
Der renommierte indische Wirtschaftswissenschaftler C.K. Prahalad setzt sich in seinem neuen Buch, “Der Reichtum der Dritten Welt” mit der Armutsbekämpfung auseinander. Die SZ zitiert Prahalad: „Wenn wir aufhören, die Armen als Opfer oder als gesellschaftliche Belastung zu sehen und stattdessen erkennen, dass sie flexible und kreative Unternehmer und preisbewusste Konsumenten sind, eröffnet sich plötzlich eine völlig neue Welt der Möglichkeiten.“ Sprachlich schlägt der Inder vor, nicht von Armut und Unterentwicklung zu sprechen, sondern von „nicht zufrieden gestellten Konsumenten“ und „unerschlossenen Märkten“. Prahalad nimmt den Kapitalismus beim Wort und eröffnet die Vision von einer Wirtschaft für alle: Es ist die Aufgabe der Wirtschaft die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen. Dann dürfen die Armen davon nicht ausgeschlossen bleiben.
Karma-Kapitalismus im Klassenzimmer
Was in anderen Ländern längst die Normalität ist, gilt in Deutschland noch immer als Tabu. Aber nun führt erstmals in Deutschland eine Aktiengesellschaft eine Schule, eine Grundschule. Die Schule in einem ehemaligen AEG-Werk setzt dabei auf Ganztagsbetrieb, zweisprachigen Unterricht und individuelle Förderung. So müssen die Kinder bei der Einschulung einen Test machen, welcher Lerntyp sie sind.
Da den Eltern heute so viel am Wohle ihrer Kinder liegt, wie nie zuvor, lassen sie sich die Bildung etwas kosten. Die Zahl der Schüler wächst ständig. Auch wenn eine monatliche Gebühr zwischen 220 und 860 Euro pro Kind anfällt, ist die Privatschule keine Eliteanstalt für Reiche. Im Gegensatz zu internationalen Schulen will sie mehr Bodenständigkeit bieten. So lautet auch das Motto der Schule: „Wie aus kleinen Menschen große Optimisten werden.“
Die Phorms AG, Betreiber der Schulen, will in den kommenden Jahren weiter expandieren. In den nächsten zehn Jahren sollen 40 Schulen in ganz Deutschland eröffnet werden. Die 24 Gesellschafter haben zusammen eine Millionen Euro Startkapital zugeschossen. Die Schulen sollen sich über Elterngeld und staatliche Zuschüsse selbst finanzieren. Gewinne will die Schul-AG über angeschlossene Dienstleistungen von IT-Service bis Lehrerfortbildung erwirtschaften.
Ist der Ruf erst ruiniert
Laut Fraser Consultancy sind britische Konsumenten höchst unzufrieden mit den Unternehmen und Produkten, die sie kaufen. Ca. ein Viertel sagt, dass sie Produkte von Unternehmen gekauft hätten, deren ethischer Ruf schlecht bis sehr schlecht seien. Nahezu die Hälfte hat sogar mit Freunden und Bekannten über diese Unternehmen und deren Fehlverhalten gesprochen. Gerade in Zeiten, in denen die Macht der Mund-Propaganda zunimmt, ist dies sehr gefährlich. Die Fraser Consultancy hat daher einen Ethical Reputation Index erstellt. Unter den Übeltätern sind allen voran die Fast-Food-Ketten McDonald´s und Burger King sowie der Low-Cost-Carrier Ryanair, aber auch Marken wie Nike oder American Express. Besonders erwähnenswert sind dagegen Unternehmen wie The Body Shop, das erst jüngst das Unternehmensergebnis von L´Oreal deutlich verbessert hatte, sowie Google und Tesco.
Dell 2.0
Wie stark heute der Einfluss von Konsumenten auf den Innovationsprozess von Unternehmen ist, zeigt ein spannender Artikel in der Businessweek über den Computerhersteller Dell. Dell hat vor allem im Bereich Design große Probleme. Dell 2.0 ist der Weg aus der Krise, sprich Ideastorm. User können hier Vorschläge machen und die vorhandenen Vorschläge bewerten. Bereits fünf Tage nach dem Start fanden sich dort mehr als 1.300 Ideen und mehr als 120.000 Bewertungen.
Michael Dell sagt dazu: “We need to think differently about the market and engage our customers in almost everything we do. It’s a key to us regaining momentum as a technology industry leader.”
Kein Volk von Kleinwagenfahrern
Der britische Economist warnt in seiner neusten Titelstory, dass deutsche Autobauer mit Ihrer Fixierung auf überdimensionale Autos einen wichtigen Trend verschlafen. Mit ihren großen luxuriösen Spritfressern seien sie nicht gut für die Zukunft gerüstet. Es fehle an umweltfreundlichen und kleineren Modellen. Diese würden vor allem von der entstehenden Mittelschicht in den aufstrebenden Ländern wie China und Indien sowie von der Oberschicht in den USA nachgefragt. Andere europäische und insbesondere japanische Hersteller seien derzeit sehr viel besser aufgestellt.
In Deutschland steht der Trend zu verbrauchsarmen und umweltfreundlichen Autos noch in den Startlöchern. Laut statistischem Bundesamt erhöhte sich allein 2006 die Zahl der neuzugelassenen Geländewagen in Deutschland von 100.000 auf 130.000. Zwar steigt auch hier das Umweltbewusstsein stark an und rangiert laut Bundesumweltministerium inzwischen auf Platz 2 direkt hinter der Arbeitslosigkeit. Aber nur wenige sind bereit, ihr persönliches Verhalten wirklich zu ändern. Stattdessen wird von den Unternehmen verlangt, dass sie ihr Handeln ändern. Und nicht weniger als 66% wollen das deutsche Unternehmen eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz einnimmt. Dafür würden die Deutschen sogar mehr Geld ausgeben.
Spiegel-Online: Kritik an Spritfressern
Welt: Das Öko-Märchen
Wal-Mart lässt Gewerkschaften zu
Bislang war der größte Einzelhändler der Welt nicht für eine besonders verantwortungsvolle Politik, sondern eher für seine aggressiven Strategien bekannt. Aber diese Tage scheinen gezählt. Jüngst berichtete die Businessweek in ihrer Cover-Story, dass Wal-Mart nun große Schritte unternehme, ein fröhlicher grüner Gigant zu werden. Dabei spiele laut Wal-Mart CEO H. Lee Scott Jr. das Selbstinteresse eine große Rolle. Der Einzelhändler hat ein massives Imageproblem. Immer mehr Kunden blieben weg. Dass die neue Unternehmensstrategie mehr ist als eine bloße PR-Notiz, zeigt jetzt die jüngste Ankündigung über “Dotherightthing”: Wal-Mart entwickelt gemeinsam mit den Gewerkschaften ein gigantisches Gesundheitsprogramm. Das ist aus Sicht des Unternehmens ein echter Tabubruch. Der größte private Arbeitgeber der USA stand immer wieder in der Kritik mangels adäquater Gesundheitsprogramme und schlechten Löhnen.
Mehr einmischen
Das Verantwortungsbewusstsein von Führungskräften für gesellschaftliche Belange wächst. Laut einer McKinsey-Studie, glauben 44 Prozent der US-Führungskräfte, dass sie sich stärker in Debatten über Bildung, Gesundheitsversorgung, Ausländerpolitik etc. einmischen und insgesamt eine stärkere Führungsrolle in soziopolitischen Angelegenheiten einnehmen sollten. Bislang sei dies eher ein Thema für Vorstände und CEOs und auf das Engagement einzelner Personen zurückzuführen. Dahinter steht die Annahme, dass ein gesundes gesellschaftliches System die Grundvoraussetzung für wirtschaftliches Handeln ist.
Ethik-Awards
Der britische Observer ruft seine Leser auf, an der Vergabe des zweiten Ethik-Awardsteilzunehmen. Gesucht sind die innovativsten und engagiertesten Projekte. Neben vier Publikumspreisen gibt es eine Jury für die verbleibenden fünf Kategorien. Zu den Rubriken gehören z.B. „Best Ethical Fashion Produkt“ oder „Best Ethical Supermarket Initiative“.
12. Trendtag auch in Second Life
Trendforscher und Vordenker wie der Friedensnobelpreisträger 2006, Muhammad Yunus, diskutieren off- und online über das Thema „Karma-Kapitalismus“
Öko-Futurismus
Die neue Öko-Bewegung ist die erste, die sich seit langer Zeit wieder positiv mit der Zukunft beschäftigt und sich für eine bessere, lebenswerte Welt von morgen einsetzt. Neue Techniken ermöglichen es einerseits, den Verbrauch an Strom, Gas, Wasser, Benzin etc. zu senken und dabei Geld zu sparen. Andererseits achten Konsumenten heute vor allem auf Ästhetik. Öko ist heute Genuss und kein Verzicht mehr. Es besteht daher die Notwendigkeit, „Ökologie atemberaubend attraktiv und aufregend zu machen“, wie die FAZ am Sonntag schreibt. Das wird zur wichtigsten Zukunftsaufgabe für Designer und Architekten. Das spannende daran: es gibt dafür sehr wenig ästhetische Anknüpfungspunkte in der Vergangenheit. Die Wollsockengeneration der Alt-68er und die Sponti-Bewegung der 80er sind es auf jeden Fall nicht. Es wird sich daher eine neue Stilrichtung etablieren: Der Ökofuturismus.
Erste Anzeichen lassen sich dafür bereits erkennen. So wurde auf der Autoshow 2006 in LA der Hummer in einer futuristischen Öko-Version vorgestellt. Und auch Citroen hat einen neuen Ökö-Sportwagen vorgeführt.
Alles nur ein Hype?
Gibt es wirklich eine Veränderung im Verhalten von Unternehmen oder handelt es sich dabei nur um einen riesigen Marketing-Hype, um mehr Produkte zu verkaufen? Die Frage „Eco-Shift or Greenwashing?“ ist ein Gegenstand eines Panels auf der PSFK Conference in New York City. Klar ist: je mehr Bedeutung das Thema Umwelt für den Konsum bekommt, desto mehr Trittbrettfahrer wird es geben. Aber wer nur den PR-Hype nutzen will, muss damit rechnen, dass dies zu einem Boomerang wird. Konsumenten sind heute kritischer, aufgeklärter und besser informiert als jemals zuvor. Sie strafen Übeltäter in Form von Nichtbeachtung ab. Um den Genuss des guten Gewissens zum Verkaufsargument zu machen, muss man glaubwürdig zeigen, dass das eigene Handeln tatsächlich besser.
777 – The number of the Earth
Der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore plant ein Milliarden-Spektakel für den Klimaschutz. Nach dem gigantischen Erfolg seines Films folgt der nächste Streich, über Kultur ein breiteres Bewusstsein für die Umwelt zu schaffen: ein Benefizkonzert für eine lebenswerte Erde. Und Gore kleckert nicht, schließlich ist er für den Friedensnobelpreis 2007 nomiert und muss Bob Geldorfs Live8 übertreffen. Es wird das größte Benefizkonzert werden, dass die Welt gesehen hat. Über 100 Bands werden am 07. Juli 2007 in sieben Metropolen spielen. Sein Ziel: Der Start einer neuen Umweltbewegung.
Hybridantrieb: VW folgt Toyota
Der neue VW-Chef, Martin Winterkorn, will Volkswagen als innovativsten Volumenhersteller positionieren und so Toyota wichtige Marktanteile abringen. In einem Exklusivinterview mit der SZ sagte Winterkorn, VW soll zum „Schrittmacher für die Mobilität von morgen“ werden. Dafür solle u.a. die Kompaktklasse (Polo, Golf etc.) mit dem Hybridantrieb ausgestattet werden.
LA wird erste grüne Großstadt der USA
Der Bürgermeister von LA, Villaraigosa, angekündigt, LA zur ersten grünen Großstadt der USA zu machen. Bislang ist LA eher für seine Verkehrsprobleme und Luftverschmutzung bekannt.
Werbung wird grün
In einem Interview
mit der Financial Times kündigen die Chefs der größten Werbeagenturen an eine Welle von grünen Marketing-Kampagnen in den kommenden zwölf Monaten an. „Grüne Werte“ würden zu einer Art Hygienefaktor werden. Das Thema Umwelt sei auf die Agendas der Vorstände gelangt und werde zunehmend als Differenzierungs- bzw. Überlebenskriterium gesehen.
Die Geschäftsführer der Agenturen AMV BBDO, JWT, Ogilvy, RKCR/Y&R and Saatchi & Saatchi warnen Kunden jedoch vor übereilten Schritten und einer Überbetonung ihres Umweltengagement, wenn sie dafür keine handfesten Beweise bringen könnten.
Kopfgeld für Klimakiller
Wem es gelingt ein Patentrezept für den Abbau von CO2 zu finden, wird wohl der nächste Bill Gates. Richard Branson, Chef der Marke Virgin und Milliadär, schreibt einen Preis von 25 Millionen US-Dollar für die besten Ideen zur Verringerung des CO2-Effekts aus. Dabei stand Branson der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore zur Seite, der mit seinem Film „Eine unbequeme Wahrheit“ für einen Umdenken in Sachen Klimaschutz wirbt. Wie Spiegel-Online berichtet, interessiert sich Branson vor allem dafür, ob es einen Weg gebe, einen Teil des überschüssigen Kohlendioxids wieder aus der Atmosphäre herauszulösen.
Toyota macht Mode
Toyota sponsort mit seiner Luxusmarke Lexus, die aufstrebenden Modedesigner Linda Loudermilk, Thakoon und Rodarte während der Fashion Week in New York City. Der Autobauer supported Künstler aus dem Bereich Mode und Design, deren Visionen zur Marke passen. Vor allem Loudermilks Linie ist ein zeigt das Zusammenwachsen von Luxus, Style und Nachhaltigkeit. Während deutsche Autobauer gegen die Senkung von Abgaswerten zu Proteststürmen ansetzen, ist die Fokussierung auf Nachhaltigkeit mittels Hybridantrieb das Erfolgsmodell von Toyota in den USA. Die Japaner lösen derzeit General Motors als weltweite Nummer 1 der Autobranche ab. Und auch Renate Künast, Ex-Verbraucherministerin, rät „Leute, kauft Hybrid-Autos von Toyota.“
MTV macht sich bereit für den Karma-Kapitalismus
Wie Mika Salmi, der President von MTV Networks, am Freitag in einem
Reuters-Interview sagt, wird der Fernsehsender seine Webseiten und Inhalte für Konsumenten und andere Firmen öffnen. Salmi sagte: „Part of that is allowing people to take our content and embed it and amke your own things out of it, whatever they want.“ MTV will damit nach eigenen Aussagen seine Online-Auftritte auf Web 2.0 Niveau bringen. Der Sender hat mit dem kometenhaften Aufstieg von YouTube zu kämpfen. YouTube ermöglicht es, sämtliche Videos in die eigene Seite einzubauen.
Wachsende Distanz zwischen Bürgern und Wirtschaft
Prof. Dr. Renate Köcher schreibt in einem Artikel der FAZ über die Angst vieler Deutscher, am aktuellen wirtschaftlichen Aufschwung nicht teilzuhaben. Die Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach bringt zum einen die Verunsicherung vieler Deutscher mit den aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen zum Ausdruck. Gleichzeitig zeigt das jedoch auch, welch unglaubliches Handlungspotenzial für Unternehmen und Marken hier besteht.
Grundsätzlich gebe es eine große Verunsicherung auch über die Wirtschaftsordnung: “Noch Ende der neunziger Jahre überwog die Einschätzung, daß die deutsche Wirtschaftsordnung Marktkräfte und soziale Belange erfolgreich miteinander verbindet. Heute bestreitet die überwältigende Mehrheit, daß Deutschland eine Soziale Marktwirtschaft hat; nur noch 24 Prozent der Bevölkerung sind davon überzeugt, während 62 Prozent den Eindruck haben, daß die soziale Ausrichtung aufgegeben wurde oder nie existierte.”
“Nur noch 27 Prozent vertrauen darauf, daß die Bevölkerung profitiert, wenn es der Wirtschaft gutgeht. Die überwältigende Mehrheit, 66 Prozent der gesamten Bevölkerung, vertritt mittlerweile die Auffassung, daß es den Unternehmen sehr gut gehen kann, ohne daß die Bevölkerung an diesem Erfolg teilhat.”
Wirtschaft und Bevölkerung hätten letztlich gegensätzliche und unvereinbare Interessen. “Vor zwei Jahren vertraten noch 51 Prozent der Bevölkerung die Auffassung, daß Wirtschaft und Bevölkerung letztlich in einem Boot sitzen; dies glauben heute noch 40 Prozent. Gegenläufig hat sich die Überzeugung von einem unüberbrückbaren Interessengegensatz von 33 auf 43 Prozent erhöht.”
Philantrophie im 21. Jahrhundert
Sir Richard Branson, der Gründer und Vorsitzende der Virgin-Gruppe, schreibt einem Gastkommentar für Die Welt über die neue Phänomen des “Philanthrepreneurships”. Heute schließt es sich nicht mehr aus, Gutes zu tun und damit Geld zu verdienen.
Branson schreibt:
“Seit Menschengedenken stiften und spenden die Reichen. Aber in diesem Jahr haben sich die Dinge so entwickelt, dass man von einem neuen Modell der Philanthropie für das 21.Jahrhundert sprechen kann.”
Es gebe eine neue Spezies von junger Untenehmer, “die mithilfe moderner Technologien schnell zu Geld gekommen sind. Viele von ihnen sind noch jung und haben einen stark ausgeprägten Sinn für soziale Verantwortung. Sie wollen ihre kreativen Geschäftsprinzipien auf soziale Fragen anwenden.”
Dabei stünde die Sache mehr im Vordergrund als die Egos. Er erwähnt die Initiativen von RED, “eine von U2-Sänger Bono und Bobby Shriver, dem Gründer von DATA, organisierte Kampagne. Man holte American Express, Armani und Gap ins Boot, um für Global Fund zu sammeln: Bekämpft werden Aids, Tuberkulose und Malaria.”
Letztlich gehe es darum, mit welcher Kreativität und Commitment Unternehmen bereit sind, sich zu engagieren, um etwas zu verändern. “In der Öffentlichkeit ist das Bewusstsein für soziale Fragen gewachsen. Konsumenten wollen von den Organisationen, die sie unterstützen, einfach wissen, ob und was sie für den Planeten und seine Menschen zu tun gedenken.”
Aspen becomes aware
Climate change is more and more seen as an economic threat to industries. The Stern report made the first step to calculate to economic costs of climate change. Now even snow ressorts become environmentally aware.
The Financial Times Deutschland has an article today that the ski ressort for the rich and powerful, Aspen, Colorado provide sustainable solutions to the problem.
Pat O´Donnell, CEO of the Aspen Skiing Company says the don´t have a choice: “In a moderate case scenario, which includes emissions reduction by 2050 skiing in Aspen will be severely hampered, perhaps even gone… I won’t even discuss what happens under a ‘business as usual strategy’.”
Aspen therefore fuels its snow cats with biodiesel and its lifts are operated entirely on wind power.
Ethical Shopping harms the world
In the edition from 9th December 2006 The Economist titles “Good Food? Why ethical shopping harms the world”. It asks if we can really change the world by buying organic, fair trade or local food. Consumption now is a political act. This of course is a new kind of barrier for the free market.
Karma Kapitalismus
Ein Artikel in der Businessweek war Inspiration für den 12. Deutschen Trendtag. Für Unternehmen, Marken und Führungskräfte wird es immer wichtiger, sich um ein gesundes Umfeld zu kümmern. Dabei spielt der Gedanke des guten Karmas als Investitition in die eigene Wiedergeburt eine wichtige Rolle.
An Business School weltweit nehmen Inder eine außergewöhnliche Rolle ein. Dank ihres religiösen Hintergrundes bringen sie die Menschlichkeit zurück in die Wirtschaft. Denn schließlich geht es doch, darum Gutes zu tun.

